Der griechische Schlagerstar Costa Cordalis begeisterte am Rhodos-Stand.

CTOUR-Impressionen von der 46. ITB (1): „Echte“ bayerische Biergärten, Costa Cordalis und die Wiener Sängerknaben

 Bier, Brezn und Blasmusik…einen zünftigen bayerischen Biergarten gab es diesmal auf dem ITB-Stand des süddeutschen Freistaates. Schließlich wird 2012 das Jubiläum „200 Jahre Biergärten“ gefeiert. Die Touristiker in München und Oberbayern haben es dort zum Highlight erklärt und sind davon überzeugt, dass die Biergärten als Teil der bayerischen Lebensart auch viele Gäste aus anderen Regionen anziehen werden.

Auf der ITB jedenfalls war „die Bude“ schon mal rappelvoll. Natürlich ließen es sich auch etliche CTOURianer nicht nehmen, am dem Gaudi teilzuhaben, zu dem sich auch Politprominenz – immerhin zwei Bundesminister und der Innenminister Bayerns – einfand.
Die Tradition der bayerischen Biergärten, die ja längst überall in Deutschland Nachahmer gefunden hat (das neue „Hofbräuhaus“ im „preußischen“ Berlin als jüngstes Beispiel), geht auf königlichen Erlass zurück:1812 wurde von Bayerns König Max I. durch allerhöchstes Reskript erlaubt, dass Brauereien direkt am Ort der Herstellung ihr Bier ausschenken dürfen. Der Verkauf von Speisen war darin noch ausdrücklich verboten, worauf der Kern der bayerischen Biergarten-Tradition zurück geht. Bis heute hat man in „echten“ bayerischen Biergärten das Recht, seine Brotzeit selbst mitzubringen und zu verspeisen. Das Biergarten-Jubiläum 2012 wird begangen mit einer Sonderausstellung in München, einem langen Biergartenwochenende im Juli und vielen Veranstaltungen, die auf der Website www.200-jahre-biergarten.de vorgestellt werden.

Großer Presseauflauf zur Eröffnung des Jubiläums „200 Jahre Biergärten“ mit Verkehrsminister Peter Ramsauer, Verbraucherministerin Ilse Aigner, Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und Münchens Tourismusdirektorin Gabriele Weishäupl.
Großer Presseauflauf zur Eröffnung des Jubiläums „200 Jahre Biergärten“ mit Verkehrsminister Peter Ramsauer, Verbraucherministerin Ilse Aigner, Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und Münchens Tourismusdirektorin Gabriele Weishäupl.

Apropos Prominenz! Auch bekannte Künstler lassen sich immer mal wieder auf der weltgrößten Reisemesse blicken. Als angeheuerte Werbebotschafter. Vor einigen Jahren erlebte ich Hollywood-Schauspieler Michael Douglas am Stand von Mallorca, den Popsänger Thomas Anders auf der Ibiza-Präsentation. Und diesmal gab sich die griechische Schlagerlegende Costa Cordalis am Rhodos-Stand ein Stelldichein. Der inzwischen 68-jährige Sänger unterstützte den Start eines neuen Gewinnspiels unter dem Motto „Ich will Familienurlaub auf Rhodos“, das bis zum 20. Mai 2012 laufen soll. Zu gewinnen sind eine Rhodos-Reise sowie mehrere Hotelaufenthalte für Familien (siehe www.familienurlaub-rhodos.de).

Costa Cordalis erzählte den zahlreichen Stand-Besuchern, dass er selbst viele Male auf der Insel Rhodos gewesen und von deren landschaftlichen Schönheit und kulturellen Traditionen begeistert ist. „Ich habe mich dort immer sauwohl gefühlt“, fasste er sein kurzes Statement zusammen, das natürlich ein Appell an das Publikum war, auch und gerade jetzt – in schwierigen Zeiten für Griechenland – dorthin zu reisen, um das befreundete Mittelmeerland zu unterstützen. Und dann tat der beliebte Schlagerbarde das, was alle von ihm erwartet hatten: Er sang und tanzte, brachte die Leute, jung und alt, mit seiner Musik in Stimmung, vor allem mit seinem wohl bekanntesten Gassenhauer „Anita“.

Der griechische Schlagerstar Costa Cordalis begeisterte am Rhodos-Stand.
Der griechische Schlagerstar Costa Cordalis begeisterte am Rhodos-Stand.


Mit Gesang hat auch meine dritte ITB-Episode etwas zu tun. Allerdings waren die Protagonisten, die weltberühmten Wiener Sängerknaben, nicht persönlich anwesend. Die schon seit vielen Jahren erfolgreich mit CTOUR-Reisejournalisten kooperierende Salzburger PR-Agentur für Tourismus „Media Kommunikationsservice“ (mk) von Dr. Doris Schenkenfelder hatte zu einem exklusiven Presseabend in das Berliner Restaurant „Brasserie am Gendarmenmarkt“ eingeladen. Dort berichtete die Geschäftsführerin des seit 1498 bestehenden Chores der Wiener Sängerknaben Elke Hesse von der mehr als 500 Jahre währenden Geschichte und Tradition des Knabenchores, der rund 100 Mitglieder hat und jährlich etwa 300 Konzerte vor fast einer halben Million Zuschauer in aller Welt gibt.
Verblüffend dabei zu hören, dass eines der international ältesten und erfolgreichsten Knabenchöre bisher in seiner Heimatstadt Wien kein eigenes Konzerthaus hat. Die gute Nachricht: Dies wird sich demnächst ändern, denn im Augarten, dem ältesten Barockpark der österreichischen Metropole, entsteht zur Zeit das neue „Musikzentrum Augarten“ als künftige feste Heimstatt der Wiener Sängerknaben. Die für Januar 2013 vorgesehene Eröffnung beschert dem Knabenchor einen „topmodernen Konzertsaal mit wunderbarer Akustik“ (Elke Hesse). Und ganz sicher auch ein neues touristisches Highlight Wiens, nicht zuletzt wegen seiner einzigartigen Architektur, wie die CTOURisten und anderen Teilnehmer des ITB-Presseabends aus einem Filmeinspiel erkennen konnten.
Fotos: CTOUR/Manfred Weghenkel