WARSCHAU, GDANSK, WROCLAW

Touristische Highlights aus polnischen Metropolen

Das neue Archäologische Museum in Warschau ist nach umfänglicher Sanierung wieder geöffnet.
Gdansk feiert 2026 das 100jährige Jubiläum.
Und Wroclaw setzt auf Wassertourismus.
Kurz vor der diesjährigen Internationalen Tourismusmesse in Berlin ITB zeigt unser Nachbarland Polen, wie es das touristische Wachstum von 2025 auch in diesem Jahr fortsetzen will.

Archäologisches Museum öffnet nach Sanierung

Nach sechsjährigen Sanierungsarbeiten öffnet das Staatliche Archäologische Museum in Warszawa (Warschau) am 2. März 2026 seine Türen erstmals wieder für Besucher. Der erste Bauabschnitt der Arbeiten am historischen Arsenal-Gebäude kostete umgerechnet rund 12 Millionen Euro. Der Nord- und Ostflügel des denkmalgeschützten Gebäudes im Warschauer Zentrum wurden unter konservatorischer Aufsicht erneuert. Der Innenhof erstrahlt ebenfalls in neuem Glanz. Die Ausstellungs- und Bildungsflächen wurden deutlich erweitert.

Besucher können ab März zwei Ausstellungen über das polnische Mittelalter sowie den Weichselabschnitt „Urzecze“ in Warschau sehen.  Für 2027 ist die Eröffnung der neuen Dauerausstellung vorgesehen. Auf einer Fläche von 800 Quadratmetern zeigt sie 3.500 Exponate von der Steinzeit bis zum Spätmittelalter aus allen polnischen Regionen. Als einziges Museum des Landes hat das Haus den Auftrag, die gesamtpolnische Urgeschichte zu dokumentieren.

© Webseite Archäologisches Museum Warschau

Das Warschauer Arsenal wurde 1643 errichtet und später unter den Sachsenkönigen im Stile eines Barockpalais‘ ausgebaut. Im Zweiten Weltkrieg zerstört, erfolgte in den 1950er-Jahren der Wiederaufbau. Seit 1957 dient das historische Gebäude als Sitz des Staatlichen Archäologischen Museums. Die aktuelle Modernisierung umfasste auch neue Klimaanlagen und Lüftungssysteme in den historischen Decken. Im Westflügel wurde die Museumsbibliothek mit 75.000 Bänden eingerichtet. Der zweite Bauabschnitt steht noch bevor. Er betrifft den Süd- und Westflügel mit Büros und Restaurierungswerkstätten.

www.pma.pl

Gdynia feiert 100 Jahre Stadtrecht

Mit einem rund einen Kilometer langen Geburtstagstisch will die Hafenstadt Gdynia (Gdingen) an der Danziger Bucht ihren 100. Geburtstag feiern. Am 26. August soll die Tafel über die gesamte Aleja Piłsudskiego bis zur Ostsee reichen. Zum Jahrestag der Verleihung ihrer Stadtrechte gab es am 10. Februar 2026 bereits eine Feier mit 3D-Mapping an der Rathausfassade und großer Parade durch die Innenstadt.

Das einstige Fischerdorf wurde in den 1920er und 30er Jahren innerhalb kürzester Zeit zur Großstadt mit Seehafen ausgebaut. Der junge polnische Staat benötigte einen eigenen Zugang zur Ostsee. Die bis heute erhaltene funktionalistische Architektur zeugt von dieser einzigartigen städtebaulichen Anstrengung. An das ursprüngliche Dorf erinnern nur noch wenige alte Fischerhäuser im Zentrum.

© Webseite der Stadt Gdansk

Das ganze Jahr über finden zahlreiche Veranstaltungen rund um den runden Geburtstag statt. So stehen auch die Gdynia Sailing Days und das Święto Morza (Meeresfest) am 20. Juni im Zeichen des Jubiläums. Zudem erwarten Besucher zahlreiche Sport-, Kultur- und Mitmachaktionen. Zu den Hauptfeierlichkeiten im August wird es neben dem Geburtstagstisch auch Aktivzonen im Zentralpark sowie eine spektakuläre Drohnenshow über dem Strand geben.

Gdynia bildet heute zusammen mit Gdańsk (Danzig) und Sopot (Zoppot) die Dreistadt an der Danziger Bucht und ist ein beliebtes Ziel für deutsche Ostseeurlauber.

Mehr Informationen zum Jubiläumsprogramm unter www.100.gdynia.pl/en 

Wrocław setzt auf Wassertourismus

Die Flusssysteme von Oder und Ohlau, zwölf Inseln und über 100 Brücken – den Titel „Venedig Polens“ trägt Wrocław (Breslau) zurecht. 2026 steht in der niederschlesischen Hauptstadt daher der Wassertourismus im Mittelpunkt: Bootstouren auf der Oder, Kajakverleih und das interaktive Wassermuseum Hydropolis locken Besucher an. Ein neuer deutschsprachiger Reiseführer ermöglicht Wassersportfans zudem, die 310 Kilometer lange schiffbare Strecke zwischen der Odermetropole und Eisenhüttenstadt aktiv zu entdecken.

© Webseite Visit Wroclaw

Die Oder bietet eine ideale Wasserverbindung von Wrocław nach Deutschland. Über den Oder-Spree-Kanal können Wassertouristen weiter nach Berlin, Amsterdam und Paris fahren. Was noch vor wenigen Jahren schwierig war, ist durch Modernisierungen der Staustufen, Wehre und Schleusen sowie den Bau zahlreicher Anleger und Marinas inzwischen auch für größere Boote möglich geworden. Der neue Reiseführer beschreibt die gesamte Strecke kilometerweise und gibt praktische Hinweise für die Navigation. Besonders attraktiv ist die Strecke für Hausboote mit geringer Motorleistung. Für die ist in Polen kein Motorbootführerschein erforderlich.

visitwroclaw.eu/en/

Informationen rund um die Tourismusdestination Polen auf der Homepage des Polnischen Fremdenverkehrsamtes www.polen.travel

Quelle: Polnisches Fremdenverkehrsamt • Kurfürstendamm 130 • 10711 Berlin
Verantwortlich für Presseanfragen beim Polnischen Fremdenverkehrsamt:
Magdalena Korzeniowska, mbk@polen-info.de

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