Archiv der Kategorie: Report

Der “CTOUR-Report” ist das Informationsmagazin des Clubs der Tourismusjournalisten Berlin-Brandenburg und erscheint mehrmals im Jahr. Neben Berichten über Clubaktivitäten und -veranstaltungen enthält er Aktuelles aus der Tourismusbranche, informiert über Entwicklungen und Trends. Außerdem gibt es Reiseberichte, Empfehlungen für neue Destinationen sowie Neuerscheinungen bei Büchern und Filmen. Die letzten fünf Ausgaben können in dieser Rubrik angesehen und heruntergeladen werden.

„WEN INTERESSIERT ES, OB ES FAKE IST?“

von Margrit Manz

Für Kopien gibt es in China sogar einen eigenen Begriff: Shanzhai 山寨. Daraus hat sich eine ganze Kultur der Fakes oder „unlizensierten Produkte“ herausgebildet. Der Shanzhaiismus oder Shanzhai-Geist hat inzwischen alle Lebensbereiche erfasst, von Uhren bis zur Markenkleidung, gefälscht werden darf alles. Hauptsache es sieht echt aus und bringt Geld ein. Jetzt gilt Shanzhai sogar für eine ganze Region: Im chinesischen Kreis Xiapu in der Provinz Fujian wurde ein Fake weiterentwickelt und clever vermarktet.

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GRENZWERTIGE POLNISCH-RUSSISCHE GRENZERFAHRUNG

Nervosität beherrscht die Situation in den masurischen Wäldern

Ein Situationsbericht von Peer Schmidt-Walther

Raudischken/Angerburg. Von Frühjahr bis Herbst zieht seit über zwanzig Jahren das kleine polnisch-deutsche Kreuzfahrtschiff „CLASSIC LADY“ seine Runden über die masurische Seenplatte. Die liegt im Norden der heutigen polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren.
Vom zeitweiligen Liegeplatz in Wilkassen südlich von Lötzen am Löwentin See braucht man gut zwei Stunden mit einem der bordeigenen Fahrräder für 42 Kilometer, um nach Rudziszki zu kommen, ein ehemaliges Rittergut im südlichen Ostpreußen. Das Anwesen gehörte einst der Familie von Schlieben, hieß bis 1938 Raudischken, wurde dann „entslawisiert“ und in Raudingen umbenannt.
Warum aber, so wird man fragen, sollte man sich in diesen äußersten Zipfel Polens begeben?

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„THE NEW WAY WE SEE CHINA“

Neuer Tourismustrend der jungen
Generation

Ein Beitrag von Margrit Manz

Dass traditionelle touristische Attraktionen bei der jungen chinesischen Generation an Boden verlieren, wäre noch nicht so erstaunlich, doch es entwickeln sich Nischen-Sehenswürdigkeiten zu neuen Hotspots, die den vorher üblichen gar nicht unähnlich sind, sondern nur anders heißen, bzw. anders genutzt werden. Wenn z.B. Fotomotive auf WeChat (das chinesische Pendant zu WhatsApp) den Betrachtern genug Anreiz versprechen, machen sie sich eben mal schnell auf den Weg dorthin, um den vermeintlich neu entdeckten Tourismus-Hotspot abzulichten. Hochgeschwindigkeitszüge oder preisgünstige Inlandflüge in China machen es möglich. Und so ist es einfach, sich selbst und die Orte zu dokumentieren, sie dann in den sozialen Netzwerken zu posten und viele Likes, sprich Selbstbestätigung durch Gleichaltrige dafür zu bekommen. Das machen sich die social media Plattformen zu nutze. Der Tourismus erhält ein anderes Gesicht.

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500 JAHRE INDUSTRIEKULTUR – EIN BOOM FÜR SACHSEN?

Sieben sehenswerte Ausstellungen in einem schwierigen Jahr

Das Bundesland Sachsen feiert im Jahre 2020 ein Jubiläum: „500 Jahre Industriekultur“.

Aufwändige Ausstellungen wurden geplant und umgesetzt, zahlreiche Veranstaltungen organisiert, Angebote für Schulklassen vorbereitet, ein touristisches Konzept gestrickt.
Dann kam der erste Lockdown, im Sommer eine langsame Erholung und nun im Herbst die zweite Ausbremsung.
Der Titel des Projektes „Boom“ erhielt eine aktuelle Relevanz, die die Macher und Verantwortlichen nicht vorhersehen konnten.
Den Teams in Zwickau, Chemnitz, Oelsnitz, Crimmitschau und Freiberg ist zu wünschen, dass vieles von dem jetzt Gezeigten Bestand hat und auch im nächsten – hoffentlich besseren – Jahr noch zu sehen sein wird.

Der offizielle Zeitraum vom 11. Juli bis 31. Dezember 2020 stand den Besuchern nicht in vollem Umfang zur Verfügung. Deshalb lohnt ein virtueller Rundgang auf den Webseiten und dieser Rückblick.

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DREI MANN UND EINE GROSSE LIEBE

Vor 40 Jahren ging die Dampflok-Ära in Stralsund zu Ende: Was bleibt, ist einzig die Erinnerung. Gemeint sind die damals in der Hansestadt beheimateten Maschinen der Baureihe 03 10, wegen ihrer guten Fahreigenschaften auch „Salon- oder Schnellzugdampfer“ genannt.

Da sitzen sie dieser Tage um einen Packen Fotos herum, die alten Dampf-Haudegen Franz Eickhoff und Franz Starrey.
Der 30. Mai 1980 hat sich ihnen tief ins Gedächtnis eingegraben. Sie wissen noch ganz detailliert, wie dieser denkwürdige Tag im damals noch gepflegten DR-Betriebswerk Stralsund verlief.

(Bild oben: Sonderzug unter Volldampf von Berlin nach Stralsund)

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