SO VIEL ERDBEERE GIBT ES NUR BEI KARLS

Ein Besuch im Erlebnis-Dorf Elstal bei Berlin

Von Sylvia Acksteiner

Süße Erdbeeren in höchster Qualität, Manufakturen für leckere Marmeladen und Bonbons, Achterbahn und Treggerfahren mit hohem Spaßfaktor, nachhaltig verwendete Baumaterialien, Köstlichkeiten in Restaurants und an Imbiss-Ständen und vor allem: freier Eintritt.
Das alles an einem Ort bieten die Karls Erlebnisdörfer. Sie sind Hofladen, Showküche und Vergnügungspark in einem. Und das ist einzigartig in Deutschland.
Grund genug, unser CTOUR-Mitglied Frank Havemann im brandenburgischen Elstal zu besuchen.

Video von Michael Wenkel

Frank Havemann ist „Repräsentant“ der Erlebnisdörfer.

Er spricht von „Karls“, und so heißt auch die 2005 gegründete GmbH offiziell, die als Familienunternehmen geführt wird. Diese authentische Familiengeschichte hat ihn beeindruckt, als er vor 15 Jahren einstieg und seitdem mit seiner Marketingexpertise weiter an der Erfolgsgeschichte schreibt.

Die Geschichte begann bereits 1921, als Karl Dahl in der Nähe von Rostock (Rövershagen) seinen Hof gründete. Heute führt Enkel Robert die Geschicke des Unternehmens, entwickelte aus dem einstigen Erdbeerhof das Konzept der Erlebnis-Dörfer, von denen es mittlerweile sieben gibt, in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Brandenburg, Schleswig-Holstein. Das achte Erlebnisdorf öffnet ab Sommer 2026 in Oberhausen im Ruhrgebiet.

Die Erdbeere ist Programm

Überall empfängt den Besucher der typische Erdbeer-Duft. Kein Wunder, denn man kann live zuschauen, wie Marmelade gekocht oder Bonbons hergestellt werden.

Mitarbeiter Mohamed füllt Marmelade ab – 400 Gläser am Tag schaffen die KollegInnen

Und bestaunt die riesige Kaffeekannen-Sammlung und die bunte Auswahl an Erdbeer-Artikeln. Es sind über 1.500, die irgendetwas mit Erdbeeren zu tun haben. Die Umsätze hier sind wichtige Einnahmequelle, denn tatsächlich gibt es keinen Eintritt.

Erdbär Karlchen vor einem riesigen Kaffeekannen-Regal – in allen Dörfern zusammen sind es über 50.000 Kannen – das ist ein anerkannter Weltrekord
Marmelade in allen Variationen – hier mit Rum verfeinert als „Hafen-Schnack“

Aber für die Attraktionen im Freigelände muss ein Ticket erworben werden, entweder einzeln für jedes Fahrgeschäft oder als Tageskarte für 15 €. Dann kann man alles ausprobieren: die K2 Achterbahn, den Erdbeer-Döner, den fliegenden Regenschirm, den Löffel-Jet, die Erdbeer-Raupenbahn. 56 Erlebnisbereiche zählt der „Dorfplan“ auf, die Mehrheit ist ohne zusätzliche Kosten.

Attraktion Erdbeer-Döner

Diese Attraktionen entstehen in enger Zusammenarbeit mit den Herstellern solcher Fahrgeschäfte – sie haben immer einen Bezug zur Erdbeere oder zur Familiengeschichte von Karls.

So zum Beispiel die beiden Loren aus Eichenholz auf der Achterbahn. Mit solchen Loren holte Opa Dahl die Kartoffeln vom Acker.

© Karls Erlebnis-Dorf

Karls setzt auf neue Trends und bringt mit eigenen Trickfilmfiguren „Die Karls Bande“ und Erlebnissen um Erdbär Karlchen den Spaß der Freizeitparks auf das Smartphone oder Tablet.

Karls Bande Shop

Beim Spaziergang mit Frank Havemann bleibt er immer wieder stehen, um zum Beispiel aufmerksam zu machen auf recycelte Materialien, die beim Bau verwendet wurden, oder auf die vielen liebevollen Details wie witzige Sprüche am Wegesrand.

„Man soll schmunzeln und sich hier bei uns entspannen.“

Aus Visionen werden Projekte

Etwas länger verweilt er an einem Bauzaun. „Unser jüngstes Großprojekt. 2027 eröffnen wir hier den ersten Bibi & Tina Freizeitpark.“ Direkt neben dem Erlebnis-Dorf entsteht auf 60.000 m² ein Ort mit Spielplätzen, Reiten, einer Prise Hexerei und einem Hotel mit 46 Bibi & Tina Themenzimmern.

Viel Platz für neuen Spaß mit Bibi & Tina Fans

Ganz nach Karls Art wird auch hier der Eintritt kostenfrei sein, es gibt den weltweit größten Bibi & Tina Shop, kulinarische Highlights und echte Pferde.

Damit hat Unternehmer Robert Dahl ein „Näschen“ bewiesen für eine neue Erlebniswelt. Und seine Expansionspläne gehen weiter. Nach dem jüngsten Dorf in Loxstedt, wohin sich Havemann gleich wieder auf den Weg machen wird, sind weitere Erlebnisdörfer in Planung oder im Bau, so in Bayern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und sogar in Oxnard (Kalifornien, USA). Dieses erste internationale Projekt soll bis zu den Olympischen Sommerspielen 2028 fertig sein.

Jedes Erlebnis-Dorf mit Wiedererkennung – bald auch in Oberhausen

Auch in Elstal geht es weiter. Auf einem ehemaligen Kasernengelände sind die Bagger schon im Einsatz. 5 Themenhotels und 250 Ferienhäuser werden gebaut, für einen mehrtägigen Aufenthalt bei Karls, den man auch mit einem Abstecher nach Berlin verbinden kann.

Auf dem Gelände wird beräumt, neu gebaut und alte Häuser umgebaut

Etwa 5.000 Betten sind die Zielmarke – eine Millionen-Investition ohne Fördergelder, aber mit einer Riesenmenge an Vision und Leidenschaft.

Cooles Ende

Zum Abschluss in Elstal darf natürlich die „Eiswelt“ nicht fehlen. Jedes Jahr werden internationale Eisskulpturen-Künstler eingeladen, um neue Kreationen umzusetzen. Der kleine Prinz ist dabei, Peter Pan, die Schneekönigin, es gibt eine Eisrutsche und eine Eisbar. Und wer will, kann beim Eisschnitzen auch live dabei sein. Ein ganzjähriges Erlebnis, dass es nur in Rövershagen (bei Rostock) und eben in Elstal gibt.

Fazit

Was bleibt nach einem Besuch bei Karls: der köstliche Geschmack von Erdbeeren, der Respekt vor einer Unternehmensleistung, eine Tüte Mitbringsel aus dem Shop, Staunen über viele Veränderungen auf dem Gelände, Spaß beim Ausprobieren der Attraktionen, Blicke in glückliche Gesichter von Kindern und Erwachsenen und Freude auf die Karls-Stände, an denen es wieder frische Erdbeeren gibt.

CTOUR-Pressegruppe
VDRJ-Ehrenpräsident Jürgen Drensek, CTOUR-Ehrenpräsident Hans-Peter Gaul, Frank Havemann v.l.

Facebook-Beitrag von Jürgen Drensek

www.karls.de

Fotos: Frank Pfuhl, Sylvia Acksteiner

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