Ein exklusiver Tourismusabend im Bulgarischen Kulturinstitut Berlin
Von Sylvia Acksteiner
Wer am Flughafen im bulgarischen Burgas ankommt, steht irgendwann an einer Kreuzung. Rechts geht’s in die lebendige Metropole Burgas und weiter nach Sosopol und links ins beschauliche Städtchen Pomorie.
Warum es sich lohnt, nach links abzubiegen, das erfuhren die Gäste eines Pomorie-Abends im Bulgarischen Kulturinstitut Berlin.
Die Stadt lebt von ihrer Geschichte, den Touristen, der Fischerei, der Salzherstellung und Weinproduktion und der einzigartigen Lage.
Die Geschichte mit der Kreuzung am Flughafen erzählte übrigens CTOUR-Ehrenpäsident Hans-Peter Gaul in seinem Grußwort.

Pomorie liegt auf einer langgestreckten Halbinsel, und hier herrscht ein besonderes Klima.
Wenn es im knapp 20 Kilometer entfernten Burgas regnet, dann scheint in Pomorie die Sonne, und ein leichter Wind schiebt die Wolken weg.

So berichtet es
Ana Kocheva, die total begeistert ist von ihrer Stadt.
Für die Professorin von der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften bedeutet Pomorie „Freiheit, Wärme und Sonne“.
Und tatsächlich bietet die drittgrößte Stadt an der Schwarzmeerküste (nach Varna und Burgas) so einiges.

Da ist zum Beispiel die Salzgewinnung. Die alte Technologie der Salinen ist hier noch in voller Aktion zu besichtigen. Und im Salzmuseum erfährt man alles über die Geschichte des salzigen Wassers, der Pomorie-Heillauge und des Heilschlamms, mit dem schon römische Legionäre ihre Kampfwunden geheilt haben sollen.


Die Spuren der Geschichte findet man am Thrakischen Hügelgrab – hier lassen sich die Überreste antiker Siedlungen besichtigen. Die Grabstätte ist die größte ihrer Art in Bulgarien.

Aufwändig restauriert wurden in Pomorie viele Sehenswürdigkeiten wie Galerien, Museen, der Fischerhafen, der alte Kai, ein Sommerkino direkt am Meer.
Alles auch mit dem Blick auf die Touristen, die immer zahlreicher kommen. In der Sommersaison wächst die Bevölkerung von 17.500 Einwohner auf über 100.000 Menschen.


Der Tourismus, so Bürgermeister Ivan Aleksiev, ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.
Die Stadt hat das Ziel, „den Geist der Vergangenheit in die Zukunft zu übertragen“ und damit viele Gäste anzulocken.
Große Hoffnung setzt er dabei auf die Entwicklung des Flughafens in Burgas.

Er gehört zum deutschen Fraport-Konzern, und die nächste Ausbaustufe wird bis zum 30. April 2026 fertig sein. Dann sollen auch Flüge nach der Sommersaison möglich werden. Eine wichtige Voraussetzung, um den Kur-Tourismus weiter anzukurbeln.
Mit Klima, Salz und Heilschlamm hat Pomorie dafür beste Voraussetzungen, aber auch viele Unterkünfte wurden modernisiert oder sind neu entstanden.
Die Einführung des Euro in Bulgarien sahen die Anwesenden überwiegend positiv und befürchten keine negativen Auswirkungen auf den Tourismus. Ganz im Gegenteil ist ein deutliches wachsendes Interesse vor allem deutscher Urlauber zu spüren. Trotz vieler innenpolitischer Turbulenzen in Bulgarien bleibt die Wirtschaft des Landes und der Tourismus weiter auf Erfolgskurs.

Nach dem CTOUR-Jubiläumsabend in der Botschaft Bulgariens setzte sich mit der stimmungsvollen Veranstaltung im Kulturinstitut die Zusammenarbeit mit dem Bulgarien-Tourismus und seinem Deutschland-Chef Dr. Tihomir Patarinski fort.

Fotos: Bulgarien-Tourismus Deutschland, Bulgarisches Kulturinstitut, Gemeinde Pomorie, Sylvia Acksteiner
