ICH HABE EIN HOTEL-GEN IN MIR

Von Sylvia Acksteiner

Das sagt Zeèv Rosenberg, General Manager vom „SO/ Berlin Das Stue“.
„Ich mag Hotels. Das ist meins.“ Schon die Urgroßeltern betrieben Beherbergungsstätten, und die Mutter des Vaters war eine Kempinski. Rosenberg hat inzwischen über 30 Jahre Hotelerfahrung und ist nun seit 2024 der Chef im „Das Stue“. Für ihn ist dieses Haus das schönste Hotel Berlins.
Grund genug für einen Medientreff von Hotelpoint International.

VIDEO „DAS STUE“ von MICHAEL WENKEL

Luxus. Boutique. 5 Sterne

Das merkt man schon beim Betreten des Hauses. Es wirkt wie der Eingang zu einer großen, außergewöhnlichen Villa. Den ersten Blickkontakt hat der Besucher mit einem bronzenen Krokodilschädel, wohl eine Hommage an den benachbarten Zoo, zu dem es eine besondere Beziehung gibt.

Lobby mit Tier, Bällen und Marmor

Rechts und links führen zwei prachtvolle Marmortreppen in die Bel Etage. An der Decke hängt eine Lichterkonstruktion mit Tischtennisbällen.

Bel Etage – kann man auch privat mieten

Und die Ungewöhnlichkeiten gehen weiter: schmale Rezeption, hohe Räume, viele Zimmertypen, Fassade wie ein Geschäftshaus aus den 1930er Jahren, privater Zugang zum Zoo.

Bewegte Geschichte

Die Geschichten dazu kann Hotelchef Rosenberg erzählen. Das Gebäude wurde für die Königlich Dänische Gesandtschaft gebaut, vom KaDeWe-Architekten Johann Emil Schaudt, 1940 war es fertig. Es folgte eine wechselvolle Nachkriegsgeschichte als Militärmission, Schulungszentrum, Eventlocation. Zwischenzeitlich stand es leer, und es gab sogar Pläne für den Abriss. Schließlich kaufte es eine spanische Familie, die den Um- und Neubau als Hotel begann und 2012 „Das Stue“ (dänisch für Wohnzimmer) eröffnete. Seit 2018 wird das Haus von Accor Hotels als „SO/Berlin Das Stue“ geführt.

Die spanischen Eigentümer errichteten den imposanten Neubau

Die Spuren des alten Hauses mit Travertin, Granit, Muschelkalk, Parkettböden und viel Holz sind noch überall zu sehen. Sie gehen eine wunderbare Symbiose mit den Arbeiten der spanischen Designerin Patricia Urquiola ein, die das moderne Interior hineinbrachte.

Und Zeèv Rosenberg setzt diese Geschichte behutsam, aber mit deutlichen Akzenten fort.

Französisches Restaurant

Stolz erzählt er vom Hotel-Restaurant Carte Blanche. Es ist stilvoll eingerichtet, mit großformatigen exzellenten Fotografien französischer Künstler wie Alain Delon, Romy Schneider, Serge Gainsbourg, klar fokussiert auf französische Küche auf Fine-Dining-Niveau.

Abendessen mit Romy Schneider

Auffallend im Restaurant ein Bereich mit großen Kupfertöpfen, die an der Decke hängen, und mit großen Fenstern, die den Blick in die Küche öffnen.

Perfektes Styling für ein Familien-Abendessen
Panoramafenster zur Küche, die bald umgebaut wird

Rosenberg berichtet, dass seine Gäste vor allem Kaviar und Entrecôte lieben, dass das Restaurant nicht verpachtet ist, sondern mit der „Stue-Qualität“ zum Hotel gehört, und er verrät, dass es künftig KPM-Geschirr und Silberbesteck geben wird.

Ein Luxus, den die Gäste des Hauses zu schätzen wissen. Sie kommen hierher, um einen außergewöhnlichen Rückzugsort zu erleben, um durchaus auch länger, als nur ein paar Tage hier zu wohnen, um extravagant und gleichzeitig entspannt Zeit mit der Familie zu verbringen.

Der Zoo als Nachbar

„Das Stue“ verfügt über 78 Zimmer und Suiten mit „schönen Preisen“, wie der Hoteldirektor meint. Los geht es so ab 350 €, und schnell ist man bei ein paar tausend Euro für die Suite, gerade jetzt zu Berlinale-Zeiten. Die Opening Night des Filmfestivals mit 600 Gästen fand erneut im „Das Stue“ statt. Außerhalb der Events zählen neben Schauspielern auch Politiker, Unternehmer sowie Familien mit Kindern und einem entsprechenden Budget zu den Gästen des Hauses.

Zimmer mit Blick in den Zoo

Ihnen kann der Hausherr ein absolutes Highlight bieten – einen Direktzugang zum Zoo.

Die Gäste kaufen an der Rezeption ihr Ticket, dann öffnet sich eine Tür im Zaun und man steht direkt im Zoo. Großartig!

 
Hoteldirektor mit einer Mission

Zum 5-Sterne-Haus in der Drakestraße gehören außerdem ein SPA-Bereich, eine Bibliothek, die Stue-Bar, eine lauschige Terrasse und Räume für Geschäftstermine oder private Feiern. Die Auslastung liegt im Jahresdurchschnitt bei rund 75%.

Vor Konkurrez fürchtet sich Rosenberg nicht.

„Wir haben hier diese Lage, wir sind in der Stadt, aber auch außerhalb. Wir haben eine familiäre Art. Hier kann man die Sinne zur Ruhe kommen lassen.“

An Berlin bedauert er, dass es derzeit keine touristische Vision gibt. Er hätte sich gewünscht, dass die City-Tax (seit Januar 2025: 7,5%) nicht erhöht worden wäre. Außerdem sollten sich Airlines mehr am BER-Flughafen engagieren, um Direktflüge ins Ausland zu verdichten. Wo immer er kann, sagt er diese Meinung öffentlich.

Der Tourismus ist ein wichtiger Arbeitgeber in der Stadt. Und dass es seinen über 100 Mitarbeitern gut geht, auch dafür setzt sich CEO Zeèv Rosenberg in seinem „Das Stue“ jeden Tag ein.

Das Stue
Drakestraße 1
10787 Berlin
info@das-stue.com

www.das-stue.com

Journalistengruppe beim Medientreff – Margot David vom Hotelpoint International (4.v.l.), Hotelmanager Zeèv Rosenberg (ganz links)

Fotos: Das Stue, Sylvia Acksteiner

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