CTOUR vor Ort: Die RHODO 2018 in Westerstede

Neben Bundes- und Landesgartenschauen, Grünprojekten und Dauergartenschauen gibt es auch verschiedene themenbezogene florale Veranstaltungen, die regelmäßig das Besucherinteresse wecken. Neben den Rosarien in Sangerhausen und Forst oder der Chrysanthema in Lahr zieht die RHODO alle vier Jahre wahre Besucherströme nach Westerstede ins Herzen des Ammerlandes an.

Rings um die Zentren Bad Zwischenahn und Westerstede verwandeln im Mai eines jeden Jahres die blühenden Rhododendren den Nordwesten Niedersachsens in wahrlich blühende Landschaften. Die neuesten Züchtungen, die Artenvielfalt und die denkbaren Gestaltungsmöglichkeiten der Rhododendren werden alle vier Jahre im Mai in der Westersteder Innenstadt rings um die Sankt-Petri-Kirche zur Schau gestellt. Auf der relativ kleinen Ausstellungsfläche drängen sich die Besucher aus Nah und Fern, um die wahrhaft einzigartige Blütenpracht bewundern zu können. In zwei Zelten werden darüber hinaus Rhododendren-Arrangements der zum Teil weltweit bekannten Zuchtbetriebe aus der Region präsentiert.

Im Gegensatz zu früheren Jahren war der zielgruppenorientierte Handel mit gartenschaufremden Waren vor allem für die älteren Besuchergruppen nicht mehr so stark ausgeprägt wie in den früheren Jahren. Dennoch sorgten zahlreiche Gartenartikler immer noch für ein reges Handelsangebot.

Neben der ortsansässigen Gastronomie versorgten verschiedene Reisegastronomen die Gäste und boten so zusätzliche Möglichkeiten zur beschaulichen Einkehr. Umfangreiche Bühnen- und andere Begleitprogramme sorgten durchgängig für Unterhaltung.

Aufgrund der Tatsache, dass die RHODO nur alle vier Jahre stattfindet, zog es in den gut 14 Veranstaltungstagen sehr viele Besucher aus allen Regionen Deutschlands an, die in der Regel gut zwei Stunden auf dem kleinen, aber imposanten Areal verweilten um die vielfältigen Rhododendren zu bewundern. Wer allerdings die RHODO 2018 verpasst hat, muss nun wieder vier Jahre warten, bevor im Mai 2022 die nächste Schau ihre Tore öffnet. Bis dahin lohnt jedoch auch ein Besuch im beschaulichen Westerstede. Vor der Anreise sollte sich der auswärtige Besucher jedoch vergewissern, wie er am besten das Stadtzentrum erreicht, da der Bahnhof Westerstede-Ocholt nur innerhalb der Woche durch einen Bus mit der rund 8 km entfernten Innenstadt verbunden ist. Hingegen besteht eine optimale Verbindung vom ZOB/Bahnhof Oldenburg mit einem stündlich verkehrenden Bus, bei dessen Anfahrt man noch ein Stück von der ehemaligen Hauptstadt des Herzogtums Oldenburg und dem mit Rhododendren geschmückten Umland zu sehen bekommt.

Text und Fotos: Werner Lehmann

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