CTOUR vor Ort: Von Dom zu Dom – Blütenträume entlang der Havel laden ein 1

CTOUR vor Ort: Von Dom zu Dom – Blütenträume entlang der Havel laden ein

BUGA LogoDie ganze Havelregion wird zur Bühne
Nach der spektakulären Feuerwerks- und Lasershow am 17. April mit über 8000 begeisterten Besuchern hat am 18. April die BUGA 2015 Havelregion mit einer Festveranstaltung im Brandenburger Packhof-Gelände offiziell eröffnet. Unser Vorstandssprecher Hans-Peter Gaul war dabei und hat die symbolische Eröffnung und erste Impressionen aus dem BUGA-Standort Brandenburg in einigen Fotos festgehalten.

Eröffnung der BUGA mit Bundespräsidenten und BUGA-Schirmherr Joachim Gauck
Eröffnung der BUGA mit Bundespräsidenten und BUGA-Schirmherrn Joachim Gauck

Bundespräsident und BUGA-Schirmherr Joachim Gauck hat in seiner Festansprache am Samstagvormittag den Mut und das Engagement aller gewürdigt, die an der Vorbereitung und Gestaltung der in der bisher über 60jährigern BUGA-Geschichte einzigartigen Bundesgartenschau mitgewirkt haben. „Die ganze Havelregion wird zur Bühne“, so der Bundespräsident in Brandenburg. „Was mir besonders gefällt: es gibt weit mehr zu entdecken als einen gigantischen Blütenrausch. Bei dieser Bundesgartenschau geht es auch um Kulturgeschichte, um regionale Identität. Die BUGA wird dem Tourismus – buchstäblich – zu zusätzlicher Blüte verhelfen. Sie ist damit auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor“.  Der sichtlich begeisterte Bundespräsident wandte sich dann u. a. an die erwarteten Besucher aus nah und fern. „Wer dem Motto folgt und sich von Dom zu Dom auf den Weg macht, wer das blaue Band als Einladung versteht, Land und Leute kennenzulernen, der wird feststellen, wie unvergleichlich schön die Havelregion ist – und wie anziehend.“ Viel Beifall gab es auch für sein Schlusswort: „Wir eröffnen heute also mehr als ein Großprojekt. Wir eröffnen ein Stück Zukunft!“

Freuen sich auf die BUGA 2015 Havelregion: Brandenburgs OB Dr. Dietlind Tiemann mit den Ministerpräsidenten der beteiligten Bundesländer Brandenburg Dr. Dietmar Woidke (l.) und Sachsen-Anhalt Dr. Reiner Haseloff
Freuen sich auf die BUGA 2015 Havelregion: Brandenburgs OB Dr. Dietlind Tiemann mit den Ministerpräsidenten der beteiligten Bundesländer Brandenburg Dr. Dietmar Woidke (l.) und Sachsen-Anhalt Dr. Reiner Haseloff

Mit dem symbolischen Schnitt eines blauen Bandes durch Bundespräsident Joachim Gauck, die Ministerpräsidenten von Brandenburg, Dietmar Woidke und von Sachsen- Anhalt, Reiner Haseloff, den Bundes-Außenminister Frank-Walter Steinbrück, die BUGA-Zweckverbandsvorsitzende Dietlind Tiemann, den Vizepräsident des Zentralverbands Gartenbau, Helmut Selders sowie den Bürgermeistern der beteiligten BUGA-Standorte  wurde die erste dezentrale Bundesgartenschau für eröffnet erklärt.

Bis zum 11. Oktober erwartet die Besucher nun zwischen Brandenburg und Havelberg ein wahres Eldorado mit vielen Attraktionen nicht nur für Garten- und Blumenfreunde. Hunderttausende farbenfrohe Frühblüher läuten bereits  entlang des blauen Bands der Havel  den Frühling ein. 50 interessante Themengärten erwarten zahlreiche in- und ausländische Besucher, die u. a. von 120 BUGA-Gästeführern fachkundig betreut werden.
„Solch eine Bundesgartenschau hat es in Deutschland noch nicht gegeben“, so  der aus Ostthüringen stammende BUGA-Geschäftsführer Erhard Skupch. „Erstmals an fünf Standorten in  zwei Bundesländern kann man Erstklassiges von Floristen und Gärtnern auf 55 ha Ausstellungsfläche 80 km entlang der Havel erleben“. Spektakulär die 32 wechselnden Blumenhallenschauen, die erstmals in zwei Kirchen zu sehen sind. Während mit „Tulpen, Tulpen, Tulpen – Blütenrausch an der Havel“ in der Kirche St. Johannis in Brandenburg am 18. April die große Eröffnungsschau gestartet ist, wird in der Kirche St. Laurentius in Havelberg zu „FrühlingsDuft und KnospenKnall“ eingeladen.


Kinder bis zu sechs Jahren haben freien Eintritt zur BUGA, sieben bis siebzehnjährige zahlen zwei Euro. Erwachsene sind mit 20 Euro (bei Anreise mit öff. Verkehrsmitteln für 18 Euro) dabei. Außerdem gibt’s die Feierabendkarte für 10 Euro. Unser Tipp: mit dem Ticket kann man alle BUGA-Orte während der gesamten 177 Tage nach freier Wahl einmal besuchen. Außerdem können die Eintrittskarten  auch zum kostenfreien Besuch der verschiedenen Landesgartenschauen 2015 in Deutschland  genutzt werden.
CTOUR möchte die Leser heute zu einem Bummel durch die fünf BUGA-Standorte einladen. Wir werden auf dieser Seite weiter über Höhepunkte der BUGA 2015 Havelregion in Wort, Bild und per Video berichten.

Blumenschmuck am Brandenburger Hbf
Blumenschmuck am Brandenburger Hauptbahnhof

Brandenburg
Am BUGA-Standort  Brandenburg, der Wiege der Mark, werden die Besucher bereits am neugestalteten Hbf  sowie an Straßen und Plätzen mit Blumenschmuck empfangen. In der Geburtsstadt von Vico von Bülow (Loriot) gibt es drei verschiedene BUGA-Areale, darunter den traditionsreichen Packhof am Havelufer u. a. mit 30 Themengärten. Vier BUGA-Fähren befördsern die Bresucher im 8-Minuten-Takt in der Havelstadt. Fünf stilisierte (Pflanz)Schiffe sind im Packhof eine Reminiszenz an die alte Schiffswerft der Gebrüder Wiemann. Rund um den Aussichtsturm Friedenswarte im 13,4 ha großen Parkgelände Marienberg werden Rosen sowie neue und historische Staudensorten auf dem neugestalteten Weinberg die Besucher erfreuen. Premiere hat in Brandenburg  der BUGA-Skyliner, der mit 80 m höchste mobile Aussichtsturm der Welt.

Frühling am Friedenswarte-Aussichtsturm
Frühling am Friedenswarte-Aussichtsturm

Während der Bundesgartenschau der Superlative wird er später auch in Rathenow und Havelberg in Aktion sein. Unter dem BUGA-Motto „Von Dom zu Dom – das blaue Band der Havel“ starten in der mehr als 1000jährigen Havelstadt mit dem Dom St. Peter und Paul aus dem 12. Jahrhundert auch verschiedene Entdecker-Touren – per Pedes, Fahrrad, Bus oder Schiff. So kann man z. B. bei einer Führung auf „Loriots Weg“ wichtige Lebensstationen des berühmten Ehrenbürgers kennenlernen, mit dem Kremser auf Entdeckungstour durch die reizvolle Brandenburger Altstadt  gehen oder eine BUGA-Schiffstour auf den Spuren von Fritze Bollmann unternehmen.

Blumenschau in der St. Johanniskirche Brandenburg
Blumenschau in der St. Johanniskirche Brandenburg

In fünf geführten Tagestouren entlang gut ausgebauter  Radwege, wie den Havelland- und Havelradweg, kann man die BUGA-Region ebenso erleben wie mit dem Kanu oder per Dampfer. So gibt es beispielsweise eine viertägige Fluss-Kreuzfahrt mit MS Princess von Magdeburg über Brandenburg und Rathenow nach Havelberg (ab 319 Euro p. P.). Auch Schiffstouren in Kombination mit Fahrradausflügen sowie Floßfahrten sind im Angebot. Besonders gefallen hat mir die vom Bootscharter Havelberg angebotene und vom ArtHotel Kiebitzberg Havelberg vermittelte stilvolle Hausbootfahrt auf der Havel mit dem „PonTom“ z. B. von Garz nach Havelberg.

Mit dem „PonTom“ auf Haveltour
Mit dem „PonTom“ auf Haveltour

 

 

 

 

 

 

Premnitz
Wassertouristen können sich hier über die neugestaltete Uferpromenade mit dem Naturerlebnispfad im Auenwald freuen. Eine zehn Meter hohe Aussichtsplattform ermöglicht Blicke in den Naturpark Westhavelland. 2005 hatte der NABU an der Unteren Havel das größte europäische Projekt zur Renaturierung eines Flusses gestartet, um u. a. auch Eisvogel, Fischotter und Flussregenpfeifer wieder ein gesichertes Zuhause zu geben.

BUGA-Maskottchen Wilma Wels
BUGA-Maskottchen Wilma Wels

Schon zur Bundesgartenschau soll die Havel an einigen Stellen wieder wesentlich naturnäher aussehen. Während beispielsweise Sandufer von ihrer steinernen Last befreit und Altarme sowie Flutrinnen wieder mit dem Fluss verbunden werden, bleibt gleichzeitig die sichere Befahrbarkeit der Wasserstraße für Sportboote und Ausflugs- sowie Hotelschiffe erhalten. Im Grünzug, der grünen Lunge der Stadt, zeigen die „Grüne Küche“ sowie das Info-Zentrum „Nachwachsende Rohstoffe“ vielfältige Möglichkeiten zur Nutzung von Pflanzen und Blumen. Mit kreativ-gärtnerischer Gestaltung warten die Tagesgärten auf. Ein Besuchermagnet wird sicher auch der Gärtnermarkt sein.

Pyramide im Optikpark Rathenow
Pyramide im Optikpark Rathenow

Rathenow
Seit Anfang des 19. Jahrhunderts hat die Optikbranche das Profil der Stadt geprägt. So ist der fast 13 ha große Optikpark, 2006 bereits Kulisse für die erfolgreiche brandenburgische Landesgartenschau, auch ein attraktives BUGA-Areal. Neben optischen Phänomenen, der großen Veranstaltungsbühne und der imposanten Seerosenarena auf 2500 m/2 wird hier üppiger Wechselflor mit zum Teil ungewöhnlichen Sichtachsen die Besucher beeindrucken. Von der Schwedendamm-Insel gelangt man über die neue 360 m lange Havelbrücke zur zweiten großen Rathenower BUGA-Ausstellungsfläche rund um den 32 m hohen Bismarckturm. Im Weinberg gibt es neben dem Rhododendronhain, der  einzigartigen Dahlienarena und dem Fels- und Steppengarten auch das Zentrum Gartenbau mit interessanten Neuzüchtungen.  Anziehungspunkt für Kinder dürfte die große Spielewelt „Echsenland“ sein. Von Rathenow gibt es zur BUGA einen stündlichen Busshuttle über Stölln nach Havelberg.

Rathenow an der Havel
Rathenow an der Havel

 

 

 

 

 

 

Amt Rhinow/Stölln
Der kleinste BUGA-Standort wartet mit einigen Besonderheiten auf. Er liegt nicht direkt an der Havel und bietet besonders technikinteressierten Besuchern gleich mehrere Attraktionen. So kann man im neugestalteten Otto-Lilienthal-Zentrum  Interessantes über die ersten Flugversuche des Luftfahrtpioniers erfahren. Am nahen 110 m hohen Gollenberg, der höchsten Erhebung im Havelland, unternahm Lilienthal von 1893 – 1896 seine ersten Flugversuche. Hier gelang ihm auch der Übergang vom Gleit- zum Segelflug. Damit war und ist er der erste Flieger der Welt. Durch eine sogenannte Sonnenböe war Otto Lilienthal am 9. August 1896 aus 15 m Höhe abgestürzt. Ein Denkmal an der Absturzstelle am Gollenberg erinnert daran. Ganz in der Nähe auf dem noch heute in Betrieb befindlichen Segelflugplatz vollbrachte Flugkapitän Heinz-Dieter Kallbach am 23. Oktober 1989 eine ganz besondere Leistung. Er landete eine ausrangierte IL 62 der INTERFLUG – ein Geschenk der DDR-Fluggesellschaft an das Otto-Lilienthal-Zentrum –  auf einer nur 800 m langen Graspiste.

Im Fliegerpark Stölln vor der IL 62: Jochen Sandner (2. v. l.), Chef der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft und Erhard Skupch, Geschäftsführer der BUGA 2015 Havelregion (r.) mit Bürgermeistern der Region Fotos: Hans-Peter Gaul  Logo+Lageskizze: Zweckverband BUGA 2015 Havelregion
Im Fliegerpark Stölln vor der IL 62: Jochen Sandner (2. v. l.), Chef der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft und Erhard Skupch, Geschäftsführer der BUGA 2015 Havelregion (r.) mit Bürgermeistern der Region
Fotos: Hans-Peter Gaul
Logo+Lageskizze: Zweckverband BUGA 2015 Havelregion

Diese bisher einmalige erfolgreiche Landung eines Langstreckenjets wurde mit einem Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde belohnt. Seitdem ist die IL 62 „Lady Agnes“ ein besonderer Anziehungspunkt für Touristen und Heiratswillige. In dem gut erhaltenen Flugzeug kann man sich das Ja-Wort geben. Außerdem lädt eine INTERFLUG-Ausstellung zum Besuch ein. Zur BUGA wird auch der 5,3 ha große Fliegerpark mit der IL 62 eine besondere Attraktion sein. Entlang des neuen „Gangway“-Rundwegs erfreuen dann vom Flugpionier Lilienthal inspirierte „Steppengleiter“ –  mit Steppen- und Präriestauden sowie Kakteenpflanzen in unterschiedlichen Größen – die Besucher.  Rund um die IL 62 sind auf den neu verlegten Steinplatten die 50 Start- und Zielflughäfen der einstigen INTERFLUG-Langstreckenmaschine sowie Wildrosen und blühenden Wechselflor zu sehen. Neben einer Drachenwerkstatt für die kleinen Flugpioniere gibt es auch einen Airport Stölln-Pavillon.

Flugkapitän Heinz-Dieter Kallbach vor historischen Luftgleitern im Otto-Lilienthal-Zentrum Stölln
Flugkapitän Heinz-Dieter Kallbach vor historischen Luftgleitern im Otto-Lilienthal-Zentrum Stölln

In Kooperation mit dem Zweckverband BUGA hatte CTOUR im vergangenen Herbst anlässlich des 25. Jahrestags der geglückten Landung in Stölln Flugkapitän Heinz-Dieter Kallbach zu einem Medientreff an der legendären IL 62 eingeladen: „Ich bin stolz, dass die BUGA 2015 Havelregion den ältesten noch in Betrieb befindlichen Flugplatz der Welt als einen ihrer Standorte gewählt hat und wünsche schon jetzt allen Besuchern viel Freude beim Entdecken“, so der Flugkapitän (mehr vom CTOUR-Medientreff im Oktober 2014 in  Stölln siehe auch unser Video).

Blick zum Dom in der Hansestadt Havelberg
Blick zum Dom in der Hansestadt Havelberg

Hansestadt Havelberg
Der Dom St. Marien zu Havelberg in Sachsen-Anhalt markiert einen weiteren wichtigen Eckpunkt der BUGA-Tour von Dom zu Dom entlang der Havel. Wie in Brandenburg gibt es auch hier in der St. Laurentiuskirche auf der Altstadtinsel zahlreiche wechselnde Blumenhallenschauen. Im neuen Haus der Flüsse kann man sich in der interaktiven NATURA 2000-Ausstellung zum Lebensraum an der Unteren Havel, einem der wichtigsten Feuchtgebiete Mitteleuropas, informieren. Mit dem am Fuß des Doms neuangelegten klassisch-historischen Dechanei-Garten, der Kletter- und Pfingstrosen-Anlage, Musterkleingärten sowie einem Mönchgarten mit Weinverkostung wird der idyllisch gelegene Dombezirk der Hansestadt am Zusammenfluss von Elbe und Havel sicher zu einem der Besuchermagneten zählen. Die zu jeder BUGA gehörende Ausstellung Grabgestaltung und Denkmal ist übrigens im nahen Domfriedhof zu sehen.

Alexander von Bismarck im Schloss Döbbelin
Alexander von Bismarck im Schloss Döbbelin

 

Bismarck-Route mit Gartenerlebnissen
Unter dem Motto „Bismarck – BUGA – Buchsbaum“ hatte der Tourismusverband Altmark (www.altmarktourismus.de) Medienvertreter zu einer wahren Entdecker-Tour im GartenReich Altmark eingeladen. 2015 wird der 200. Geburtstag von Otto von Bismarck begangen. Vom Geburtsort Schönhausen (u. a. mit Bismarck-Museum) zwischen Rathenow und Stendal  führt die Bismarck-Route u. a. zu interessanten Schlössern und Herrenhäusern, macht preußische und deutsche Geschichte oft hautnah an Original-Standorten erlebbar. Entlang der neu konzipierten Route  gibt es auch für interessierte BUGA-Besucher ganz in der Nähe spannende Einblicke und kulinarische Köstlichkeiten. So kann man sich z. B. im Restaurant „Güldene Pfanne“ in einem der schönsten Landgasthöfe Deutschlands in Havelberg mit einem speziellen, mehrgängigen Bismarck-Menü verwöhnen lassen. Bei kulinarischen und geschichtlichen Episoden über Otto von Bismarck im Elbe-Havel-Winkel gibt’s hier Spezialitäten aus dem 19. Jahrhundert mit Ideen aus den BUGA-Gärten 2015 – neu interpretiert vom Spitzenkoch Manfred Hippeli.

Designer Ralf Engelkamp mit BUGA-Maskottchen in Krevese
Designer Ralf Engelkamp mit BUGA-Maskottchen in Krevese

Wir durften bereits einmal „vorkosten“ – ein Genuss für Körper und Geist. In Krevese, wo die Familie derer von Bismarck von 1564 bis 1813 ihren Stammsitz hatte, begegneten wir im einstigen Herrenhaus (heute ein offenes Atelier) Ralf Engelkamp. Der Designer ist einer der Schöpfer des BUGA-Maskottchens Wilma Wels. Er zeigte uns den wiederentstehenden „Vier-Zeiten“-Park mit dem barocken Lindendom, alten Solitärbäumen und mit interessanten Sichtachsen im einstigen englischen Landschaftsgarten. Das fast noch originalgetreu erhaltene Orgelwerk in der Klosterkirche von Krevese gehört zu den bedeutendsten Dorforgeln Europas. Über dem ehemaligen Grabgewölbe der Bismarcks im südlichen Seitenschiff der um 1200 erbauten spätromanischen Kirche schwebt seit 2006 wieder ein restaurierter Taufengel. Bei Kaffee und hausgebackenem Kuchen hatte uns Alexander von Bismarck ins Schloss Döbbelin eingeladen. Der engagierte Hausherr will Haus und Ort bei Stendal in alter Tradition zu einem kulturellen Erlebnisort und zur Begegnungsstätte entwickeln. Neben Schloss- und Parkführungen gibt’s hier auch Lesungen und kleinere Konzerte. Ganzjährig geöffnet ist ein  Weihnachts- und Ambientemarkt mit Weihnachtswelt und Cafe im Erdgeschoss des Schlosses. Im „Gartenträume“-Park Krumke bei Osterburg beeindruckt die älteste Buchsbaumhecke Europas die Besucher. Die etwa einhundert Meter lange und fünf Meter hohe Hecke hat immerhin über 300 Jahre „auf dem Buckel“. Sicher nicht nur für BUGA-Gäste ein lohnender Abstecher, bevor es wieder nach Havelberg geht, wo man die Bismarcks selbstverständlich unter den einstigen Domherren findet. Am 20./21. Juni 2015 wird’s hier das traditionelle Havelberger Domfest geben.

Lebende Blumen auf dem Marienberg in Brandenburg
Lebende Blumen auf dem Marienberg in Brandenburg

Zu den mehr als 1000 kulturellen Veranstaltungen während der Bundesgartenschau gehört auch ein Blasmusikfest und der Havelberger Bootskorso am 29. und 30. August. Während es in Stölln „Artistik am Himmel und auf Erden“ sowie das „Otto-Lilienthal-Fest“ gibt, wird in Rathenow zur „Langen Nacht der Optik“, in Premnitz zum „Shantytreffen an der Havel“ und in Brandenburg zu einer „Hommage a Loriot“ eingeladen.

karte_BUGA_abstrakt_5_zw
Fotos: Hans-Peter Gaul Logo+Lageskizze: Zweckverband BUGA 2015 Havelregion

2017 lädt die IGA Berlin in die Gärten der Welt ein
Während ein Leitsystem, u. a. von den Autobahnen 2, 24 und 10 zu verschiedenen BUGA-Parkplätzen führt, der InterCIty Amsterdam-Berlin zur BUGA auch in Rathenow hält, wird 2015 erstmals ein symbolisches BUGA-Blumenband alle Veranstaltungsorte mit straßenbegleitenden Blühfeldern, Picknickplätzen, Silageballen mit BUGA-Logo und mit Blauen Hochsitzen verbinden. Bis zur großen Abschlussveranstaltung am 11. Oktober 2015 in Havelberg werden übrigens zu den Blütenträumen entlang der Havel etwa 1,5 Millionen Besucher erwartet.
Im Oktober heißt es dann bei den Blumenhallenschauen in der St. Johanniskirche Brandenburg „Berlin- Berlin – wir fahren nach Berlin“ und in der St. Laurentiuskirche Havelberg „Ich steh‘ auf Berlin“. Damit wird der Blumen-Staffelstab weitergegeben, denn 2017 erwartet die alle zehn Jahre stattfindende Internationale Gartenbauausstellung (IGA) ihre Besucher u. a.  in den „Gärten der Welt“ Berlin.
www.buga-2015-havelregion.de
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

www.buga-2015-havelregion.de