CTOUR vor Ort
Von Frank Schüttig
In der mazedonischen Botschaft in der Hubertusallee Ecke Koenigsallee in Berlin-Grunewald hatte Botschafter Prof. Ylber SelaCTOUR-Mitglieder und Tourismusexperten zu einer Präsentation über den Tourismus in seinem Heimatland eingeladen. Nordmazedonien sei zwar klein auf der Landkarte, aber reich an Herz und Naturschätzen, erklärte Sela, der seit Februar 2024 als Missionschef in Berlin amtiert.
Nordmazedonien sei „ein Land, in dem Geschichte auf unberührte Natur trifft und Gastfreundschaft mehr als nur Tradition ist“, schwärmte der Botschafter. Es biete „eine einzigartige Kombination, die deutsche Touristen besonders schätzen: reiche Kultur, Abenteuer in der Natur und spirituelle Ruhe“. Vom Massentourismus sei das Land auf dem westlichen Balkan bisher verschont geblieben.
„Wir laden Sie ein, zur Ruhe zu kommen, Ihren Morgenkaffee am See zu genießen, mit den Einheimischen ins Gespräch zu kommen und sich von der Schönheit des Landes verzaubern zu lassen.“
Damit deutsche Touristen Nordmazedonien noch schneller erreichen können, bemühe man sich gerade um eine neue Flugverbindung von Berlin nach Ohrid mit Wizz Air, verriet der Botschafter.

CTOUR-Ehrenpräsident und Sprecher Hans-Peter Gaul dankte dem Hausherren, der im vorigen Jahr beim 35-jährigen Jubiläum der Reisejournalisten-Vereinigung in der bulgarischen Botschaft zu Gast war, für die Einladung. Er erinnerte an eine Pressereise, die ihn und einige Kollegen schon in den 1990er Jahren ins damalige Mazedonien geführt hatte.


CTOUR-Mitglied Holger Kretzschmar vom Trescher Verlag Berlin überreichte Botschafter Ylber Sela ein Exemplar des Reiseführers Nordmazedonien, der bereits in der 8. Auflage erschienen ist.
Der Gastgeber freute sich, dass er zum Medientreff mit den CTOUR-Reisejournalisten Frau Biljana Stefanoskavom mazedonischen Ministerium für Kultur und Tourismus und Tourismuskoordinatorin der Regierung begrüßen konnte, die aus Skopje angereist war.

Sie gab eine umfangreiche Präsentation über das touristische Potenzial des Landes: den malerischen Ohrid-See, die Hauptstadt Skopje (Geburtsort von Mutter Teresa), den Nationalpark Mavrovo, Outdoor-Abenteuer beim Kajakfahren, Mountainbiking, Tauchen oder Paragliding, Urlaub auf dem Bauernhof, Wein von mehr als 250 Weingütern in Familienbesitz, kulinarische Genüsse wie das mazedonische Nationalgericht Tavče gravče, das aus frischen Bohnen besteht, die gebacken werden und mit Fleisch in einem traditionellen Tontopf auf den Tisch kommen.

An der anschließenden Podiumsdiskussion mit Biljana Stefanoska beteiligten sich auch Dragan Ilievski, Mitglied des Vorstandes des Business Clubs Deutschland-Nordmazedonien, und Volker Adams, Leiter Politik & Auslandstourismus beim Deutschen Reiseverband. Die Nachfrage deutscher Urlauber verzeichne „einen deutlichen Aufwärtstrend“, berichtete Adams. Nordmazedonien gewinne als Geheimtipp auf dem Balkan immer mehr Attraktivität, auch weil Hotel- und Restaurantbesuche laut Daten des Statistischen Bundesamtes rund 52 Prozent günstiger seien als in Deutschland. Deutsche bildeten die größte Gruppe ausländischer Touristen, so Adams.

Um das Angebot noch zu verbessern, schlug der Tourismusexperte die weitere Erschließung von gebirgigen Landschaften für den Outdoor-Tourismus und kombinierte Rundreisen gemeinsam mit dem Nachbarland Albanien vor.
Mit einer Weinprobe, bei der die Gäste mazedonische Rot- und Weißweine probieren und genießen durften, klang die interessante Präsentation des Tourismuslandes Nordmazedonien aus.
Fotos: Frank Schüttig, Hans-Peter Gaul
Weiterer Beitrag über den Medientreff in der Botschaft Nordmazedoniens von CTOUR-Mitglied Ronald Keusch
https://www.keusch-reisezeiten.de/post/2026-09-spezial-nordmazedonien

