CTOUR & Co on Tour: In Ulm, um Ulm und um Ulm herum 1

CTOUR & Co on Tour: In Ulm, um Ulm und um Ulm herum

Die gastfreundliche Doppelstadt an der Donau mit Ulm (Baden – Württemberg) und Neu-Ulm (Bayern) gehört zwar zu zwei Bundesländern, wird aber von einer gemeinsamen Touristik GmbH im In- und Ausland vertreten. Mit deren Kommunikationschef Dirk Homburg waren wir an einem Bilderbuchwochenende in Ulm und um Ulm herum auf touristischer Entdeckertour. Und die hatte es in sich.

Panoramablick auf die Ulmer Altstadt mit Münster an der Donau Foto: CTOUR/Hans-Peter Gaul
Panoramablick auf die Ulmer Altstadt mit Münster an der Donau
Foto: CTOUR/Hans-Peter Gaul

Ein absolutes Muss ist der mit exakt 161,53 m höchste Kirchturm der Welt, das weithin sichtbare Wahrzeichen. Am 30. Juni 1377 war Grundsteinsteinlegung für das imposante Münster, das in den Jahren 1844 – 1890 vollendet wurde. 2015 wird das 125-Jahr-Jubiläum der Vollendung zünftig gefeiert. Stimmungsvoll geht es auch alljährlich im Juli zu, wenn der wichtigste Feiertag Ulms, der traditionelle „Schwörmontag“, begangen wird (18. – 20. Juli 2015). Während zuvor am Samstagabend tausende Windlichter auf der Donau bei der „Lichterserenade“ für romantische Stimmung sorgen, beim Schwör-Open-Air auf dem Münsterplatz Konzerte mit internationalen Musikstars viele in ihren Bann ziehen, trifft man sich nach dem historischen Schwur des Oberbürgermeisters vom Balkon des „Schwörhauses“ am Montag-Nachmittag an den Ufern zum bunten Wasserfestzug „Nabada“. Alle vier Jahre gibt es außerdem das Fischerstechen.

Ulmer Spatz Foto: CTOUR/ Hans-Peter Gaul
Ulmer Spatz
Foto: CTOUR/ Hans-Peter Gaul

Apropos Donau. Neben den alle zwei Jahre stattfindenden Internationalen Donaufesten soll es ab 2015 auch wieder neben den jetzigen Solarfähren auf der Donau Bootstouren für Touristen geben. Damit wird auch an die legendären „Ulmer Schachteln“, erinnert. Mit den typischen flachen Holzschiffen wurden einst Güter und Personen befördert. Schon heute ist das in der Donau verankerte „bootshaus“ ein Tipp. Hier kann man nicht nur gut speisen, sondern auf der Terrasse auch ein Sonnenbad nehmen. Ganz in der Nähe befindet sich eine Tafel, die an das Schicksal des „Schneiders von Ulm“ (Albrecht Ludwig Berblinger) erinnert. Wegen ungünstiger Thermik ist er 1811 mit seinem selbstgebauten Fluggerät in die Donau gestürzt. Immer wieder tauchen auch großformatige „Spatzenfiguren“ im Stadtbild auf. Sie erinnern mit einem symbolischen Balken im Schnabel auf humorvolle Art und Weise an ihre Kunst mit sperrigen Gegenständen klug umzugehen. Die Bewohner haben sich das zu eigen gemacht und freuen sich jetzt über ihre lustigen „Ulmer Spatzen“, die quasi „Botschafter“ der Stadt geworden sind. Mit der Donau-Doppelstadt sind die Namen vieler bekannter Bürger verbunden – Hans und Sophie Scholl, Hildegard Knef, Harald Schmidt und Meteorologe Sven Plöger.

Besonders stolz ist man jedoch auf den am 14. März 1879 in der Nähe des Ulmer Bahnhofs geborenen Albert Einstein. Ein aus 24 Granit-Quadern bestehendes Denkmal am Standort des ehemaligen Geburtshauses erinnert heute an den großen Sohn der Stadt. Wenige Tage nach seinem 50. Geburtstag schrieb er: „Auch der Geburtsstadt verdanken wir einen Teil unseres Wesens. So gedenke ich Ulm in Dankbarkeit, da es edle künstlerische Tradition mit schlichter und gesunder Wesensart verbindet“. Berühmt ist der Einstein-Kopf mit bleckender Zunge an einer Brunnenplastik vor dem Behördenzentrum von Ulm. Ein besonderes Erlebnis für Touristen sind Stadtführungen in der Donaustadt. Während man z. B. mit „Grischdiene“ (Daniela Brandt) „Eine saubere Stadtführung: Freidiggs isch Kehrwoch!“ mit Schürze, Besen und Eimer samt diverser Anekdoten erleben kann, wird auch regelmäßig zu Grusel- und Nachtwächter-Führungen eingeladen. Stadtführer Karl Höb machte uns als „Karl Keinstein“ nicht nur mit so manchen Geschichten rund um den Nobelpreisträger bekannt, sondern überraschte die Gäste im urigen schwäbischen Restaurant „Lochmühle“ sogar mit einem Einstein-Song getreu dem Volksmund: „Ob grad‘, ob schief – `s ist doch alles relativ!“ Daran mussten wir dann auch beim Bummel durch das angesagte Gerber- und Fischerviertel denken. Dort befindet sich in einem uralten Fachwerkhaus an der Blau das lt. Guinnessbuch der Rekorde „schiefste Hotel der Welt“. Recht schief ist übrigens auch der Metzgerturm an der alten Stadtmauer. Fast macht er schon dem schiefen Turm von Pisa etwas Konkurrenz.

„Löwenmensch“-Figur im Ulmer Museum Foto: CTOUR/Hans-Peter Gaul
„Löwenmensch“-Figur im Ulmer Museum
Foto: CTOUR/Hans-Peter Gaul

Mit Recht stolz ist die Universitätsstadt auf ihr neu gestaltetes Zentrum, die 2007 fertiggestellte Neue Mitte. Auf engem Raum begegnen sich hier Tradition und Moderne nicht nur in der Architektur. Das kann man u. a. auch bei einem Besuch des Ulmer Museums erleben. Eine weltweit bekannte Attraktion ist hier der ca. 40 000 Jahre alte Löwenmensch. Die einst aus einem Mammut-Stoßzahn geschnitzte Figur konnte nach ihrer Entdeckung in jahrzehntelanger mühevoller Arbeit der Archäologen fast wieder detailgetreu rekonstruiert werden. Über eine Glasbrücke gelangt man dann in die benachbarte Kunsthalle Weishaupt. Hier können die Besucher eine wertvolle Sammlung von Werken der modernen Kunst aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bestaunen. Einen Besuch wert ist auch das Museum der Brotkultur in der Salzstadelgasse. Auf mehreren Etagen wird in dem historischen Gebäude die Geschichte des Brotes auch kunst- und kulturgeschichtlich eindrucksvoll dargestellt. Prunk und Pracht vergangener Zeiten sind in dem 1092 von Benediktiner Mönchen gegründeten Klosters Wiblingen zu erleben. Die Anlage mit prächtigem Rokoko-Bibliothekssaal und spätbarocker Basilika ist zugleich Ausgangspunkt der Oberschwäbischen Barockstraße, die auf vier Routen über einhundert barocke Sehenswürdigkeiten verbindet.

Viel zu entdecken gibt es auch um Ulm herum. Während in Blaubeuren, der „Perle der Schwäbischen Alb“, Originalfachwerkhäuser das mittelalterliche Stadtbild prägen, ist die sagenumwobene 21 m tiefe Karstquelle „Blautopf“ ein touristischer Hotspot. Mutige Höhlentaucher haben bereits über acht Kilometer der Blautopfhöhle erkundet. Vielleicht kann eines Tages das Reich der von Eduard Mörike beschriebenen „Schönen Lau“ durch einen sicheren, trockenen Zugang auch Besuchern zugängig gemacht werden. Gern genutzt werden die Angebote des Urgeschichtlichen Museums Blaubeuren für Führungen in etliche bereits erschlossene Höhlen der Umgebung.

Keinesfalls versäumen sollte man einen Besuch des einstigen Benediktinerklosters. Beeindruckend in der Klosterkirche der spätgotische Hochaltar von Künstlern der “Ulmer Schule“. Unmittelbar neben der Klosteranlage lädt das einzige erhaltene mittelalterliche Badhaus der Mönche (mit Heimatmuseum) zum Besuch ein. Eine für uns unerwartete Entdeckung dann nur einige Kilometer entfernt auf der Schwäbischen Alb in Nellingen. Direkt neben dem traditionsreichen Gasthaus „Krone“ wird in einer der größten Whisky-Destillerien Deutschlands der Schwäbische Highland Whiskey „finch“ produziert. Neben Brennereiführungen gibt‘s hier auch Seminare und Whisky-Tastings.
Unser Film von C-BTV macht nochmals mit Höhepunkten der Pressereise bekannt. Ein Klick reicht …

Tipps
Den besten Blick über die Donau auf die Ulmer Altstadt mit dem Münster hat man vom zentral gelegenen 4-Sterne Parkhotel Golden Tulip in Neu-Ulm. Das renommierte Haus der RIMC International Hotels & Resorts Hamburg am Edwin-Scharff-Kongresszentrum bietet 135 Zimmer in verschiedenen Kategorien. Auch bei Ulmern beliebt ist das Feinschmecker- Restaurant „Edwin.s“ mit schwäbischen und internationalen Spezialitäten. Über die nahe gelegenen Donau-Brücken gelangt man in wenigen Minuten in die historische Ulmer Altstadt.
Unterhaltung der etwas anderen Art bietet das KCC Restaurant-Theater in Ulm-Söflingen. Seit nunmehr 15 Jahren erfreut das KCC getreu seinem Motto: „Kampf der celebralen Cellulitis“ seine Besucher. Viel Lachen und gutes Essen können hier beim „Entschleunigen“ helfen.
Praktisch für Ulm-Besucher ist die Ulm Card für ein (12 Euro) oder zwei Tage (18 Euro). Bereits ab 19 Uhr des Vortags kann man mit der Card Busse und Bahnen im Stadtgebiet frei nutzen. Neben zahlreichen Ermäßigungen bietet die Ulm Card auch freien Eintritt in diverse Museen sowie eine Gratis-Stadtführung mit Besichtigung des Münsters.
Bequem und preisgünstig zu erreichen ist die Donau-Doppelstadt mit modernen Bussen des für sein Engagement in Sachen Nachhaltigkeit bereits mehrfach ausgezeichneten Marktführers MeinFernbus. In den über 300 grünen Fernbussen gibt es nun auch Ticket-Drucker. Im Google Play Store kann man sich zudem die MeinFernbus-App kostenlos herunterladen. Auf ihrer Fahrt von Berlin nach Oberstdorf halten die grünen Busse sowohl in Ulm als auch in Neu-Ulm.

Weitere Informationen:
www.tourismus.ulm.de
www.goldentulip-parkhotel-neu-ulm.com
www.meinfernbus.de