CTOUR-Medientreff: Capital Region USA im Deutschen Spionagemuseum Berlin

In Kooperation mit der Agentur Claasen Communication (sie vertritt die Capital Region USA in Deutschland) hatte CTOUR zu einem Medientreff ins Deutsche Spionagemuseum Berlin eingeladen.

Direktor Robert Rückel begrüßte die Reisejournalisten und informierte über die erfolgreiche Entwicklung des Museums am Leipziger Platz. In diesem Jahr werden etwa 300 000 in- und ausländische Besucher erwartet. Es gibt auch Kontakte zum International Spy Museum in Washington. DC. Dort erhält das Museum derzeit ein neues Zuhause und wird 2019 mit wesentlich vergrößerter Ausstellungsfläche in das Gebäude am L‘ Enfant Plaza einziehen. Auf 13 000 m/2 wird dann u. a. die weltweit größte Sammlung an öffentlich zugänglichen Artefakten aus dem Bereich Spionage völlig neu erlebbar sein. Der Entwurf für das auffällige Gebäude spiegelt das Thema des Museums wider. Das seit 2002 existierende International Spy Museum hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte der Spionage neutral abzubilden und die Besucher detailliert aber zugleich auf lebendige Art und Weise zu informieren (www. spymuseum.org).

Rundgang im Deutschen Spionagemuseum

Mit Guide Josefa Müller ging’s zunächst durch die spektakuläre Ausstellung des Deutschen Spionagemuseums.

Josefa Müller führte durch das Deutsche Spionagemuseum Foto: Hans-Peter Gaul

Fällt das Wort „Spionage“, denkt man unweigerlich an den BND, die Stasi und an zahlreiche TV-Serien und Kinofilme. Die aus England stammende TV-Serie „Mit Schirm, Charme und Melone“ mit den beiden Hauptdarstellern Patrick Macnee als Mr. John Steed und Diana Rigg als Mrs. Emma Peel lockte bereits in den 60er Jahren eine ganze Generation vor die „Flimmerkiste.“ Kinofilme wie der 1965 gedrehte „Der Spion, der aus der Kälte kam“ von dem Autor John le Carre mit Richard Burton als britischer Geheimdienstoffizier Alec Leamas faszinierten ebenfalls Millionen Menschen weltweit. Der Agent arbeitet in diesem Streifen in West-Berlin. Der Geheimdienstagent im Dienste Ihrer Majestät, der sogar das Recht hat, zu töten, nämlich 007, auch als James Bond bekannt, hatte auch in Berlin einen Auftritt. In dem 1983 gedrehten „James Bond 007 – Octupussy“ begibt sich Bond-Darsteller Roger Moore nach Ost-Berlin. Da damals natürlich die DDR-Behörden keine Drehgenehmigung erteilt hatten drehte man alle Ost-Berliner-Szenen kurzerhand in West-Berlin.

Berlin war vom Bau der Mauer 1961 bis zum Fall 1989 die weltweite Stadt Nummer eins der Spione. Nirgendwo anders auf der Welt trafen auf einer so engen Nahtstelle NATO und Warschauer Pakt sowie die Wirtschaftsblöcke EU und RGW aufeinander. Bequem konnte man mit der U-Bahn oder S-Bahn von West-Berlin aus über den damaligen Grenzbahnhof Friedrichstraße in die „Hauptstadt der DDR“ einreisen. Wo anders also auf diesem Planeten als in Berlin kann ein Spionagemuseum errichtet werden? Seit 2015 befindet sich das „Deutsche Spionagemuseum“ am Leipziger Platz 9, also in unmittelbarer Nähe des Potsdamer Platz. Hier verlief damals die Berlin trennende Mauer entlang. Auf rund 3.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche wird den Besuchern gezeigt, was Spione in Zeiten des Kalten Krieges alles unternommen hatten, um die noch so geheimsten Dinge in Erfahrung zu bringen. Spektakuläre Geheimoperationen, mysteriöse Spionagefälle und legendenumwobene Spione, oder auch Kundschafter des Friedens (so nannte die Stasi ihre eigenen Leute, die Feinde waren natürlich Spione und Agenten) werden dargestellt.

„Spionagepuppe“ und weitere Ausstellungsstücke im Deutschen Spionagemuseum Berlin; Fotos: Hans-Peter Gaul

Knapp 300 Ausstellungsstücke sind zu betrachten. Dazu zählen Verschlüsselungsmaschinen, aber auch Filmkostüme. So kann man das Filmkostüm des fast 2,10 Meter großen US-Schauspielers Richard Kiel sehen. Er trug diese Jacke in den James-Bond-Filmen „Der Spion, der mich liebte“ aus dem Jahre 1976 sowie in dem 1979 produzierten James – Bond – Film „Moonraker – Streng geheim.“ Zu den Ausstellungsstücken zählt auch ein ganz besonderer Trabant. Er hatte einst in der DDR um 250.000 Mark gekostet. Unsichtbar für Unbeteiligte war in der Beifahrertür eine große Infrarotkamera versteckt gewesen. Die Beifahrertür wurde für die Ausstellung im Museum zu präpariert, dass nunmehr die eingebaute Kamera sichtbar ist. Eine Spionageausrüstung für Kampfschwimmer, die aus der UdSSR stammt, ist ebenfalls zu sehen.

Aktiv kann der Besucher auch sich selber „ausspionieren!“ Er kann beispielsweise sein Passwort für den PC eingeben und dann teilt ihm die Maschine mit, wie lange man im Computerprogramm benötigt, um nach einem Zufallsprinzip das Passwort zu knacken. Das „Deutsche Spionagemuseum“ ist täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Alle Details unter: www.deutsches-spionagemuseum.de

Tourismus in der Capital Region USA

Nach dem Museums-Rundgang begrüßte Lukas Schilling von der Claasen Communication GmbH die touristischen Vertreter aus der Capital Region USA. Vanessa Casas (Destination Washington. DC), Leslie Troy (Maryland Tourism) und Christi Braginton (Virginia Tourism) stellten die Hauptstadtregion der USA, das historische Herz der Vereinigten Staaten von Amerika vor.

Leslie Troy, Vanessa Casas, Lukas Schilling, Christi Braginton v. l.) vertraten den Tourismus in der Capital Region USA; Foto: Hans-Peter Gaul

Annähernd 200 000 Deutsche besuchen alljährlich die Capital Region USA, die mit den monumentalen Denkmälern in Washington. DC über die beeindruckenden Berglandschaften Virginias bis hin zu den malerischen Wasserwegen Marylands reicht. 13 Ferienstraßen, sog. Scenic Drives, verbinden Teile der Region miteinander und laden zu einer erlebnisreichen Rundreise mit dem Mietwagen ein.

Seit Ende 2017 präsentiert das Museum of the Bible in Washington. DC die weltweit wohl umfangreichste Dokumentation der Bibel. Auf sechs ober- und unterirdischen Stockwerken werden rund 3500 Jahre Entwicklung von den ersten biblischen Schriften bis hin zu den Einflüssen auf die Gegenwart abgebildet. Vom Restaurant Manna im obersten Stockwerk hat man zudem einen prächtigen Ausblick auf die US-Hauptstadt.

Spionage ist keine Erfindung des 21. Jahrhunderts. Die etwa 1820 geborene Harriet Tubman gilt nicht zuletzt aufgrund ihrer Tätigkeit im Untergrund als Fluchthelferin für versklavte Menschen in den US-Südstaaten als eine der wichtigsten Bürgerrechtlerinnen der USA. Seit 2017 werden Leben und Wirken der berühmten Ex-Slavin bei Cambridge (Maryland) im Besucherzentrum des Harriet Tubman Underground Railroad National Historic Park dargestellt.

Außergewöhnliche Exponate sind ab Juni 2018 in Triangle (Virginia) etwa 50 km südlich der Hauptstadt Washington. DC zu sehen. 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs zeigt das dortige National Museum of the Marine Corps in der Ausstellung „The Combat Art Exhibit“ berührende Kunstwerke, die von Marines an der Front angefertigt wurden.

Weitere Infos:
Der aktuelle Reiseplaner der Capital Region USA für 2018/19 kann per E-Mail an crusa@claasen.de oder unter der Rufnummer
00800 – 96534264 (gebührenfrei) bestellt werden.

www.capitalregionusa.de

 

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