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CTOUR vor Ort: Fünf Jahre Karls Erlebnisdorf Elstal

Zu den Top 10 der Ausflugsziele in Berlins Umgebung gehört Karls Erlebnisdorf in Elstal. Nur wenige Kilometer von Berlin-Spandau entfernt, über die B5, mit der Regionalbahn Richtung Wustermark oder mit dem Schnellbus direkt vom Bahnhof Zoo zu erreichen, lädt dort eine Erlebniswelt für die ganze Familie mit 70 Attraktionen auf einem Gelände von 70 ha ein. Am 1. Mai feierte das Areal auf einem ehemaligen Militärübungsplatz das fünfjährige Jubiläum.

Grund für die Reisejournalisten-Vereinigung CTOUR Berlin Network, einen Besuch zu planen. Karls-Repräsentant und CTOUR-Ehrenmitglied Frank Havemann empfing die Medienvertreter und bereitete ihnen mit seiner Führung drei informative und unvergessliche Stunden.

Karls Familien-Erlebnisgeschichte begann 1921

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Karls-Repräsentant Frank Havemann (4.v.l.) mit CTOURisten in Elstal

Zum Start des Rundganges konnten wir uns mit der Geschichte der Karls Erlebnisdörfer bekannt machen. Karl Dahl, der Großvater des heutigen Inhabers Robert Dahl, kaufte einen kleinen Gemüsehof im Norden Mecklenburgs und lieferte mit seinem Pferdefuhrwerk Obst und Gemüse auf den Markt nach Rostock.

Nach dem 2. Weltkrieg flüchtete die Familie mit fünf Kindern nach Warnsdorf in Ostholstein und gründete dort einen neuen Hofbetrieb. Als in Schwartau bei Lübeck eine Marmeladenfabrik öffnete, wurden dringend Zulieferer, vor allem von Erdbeeren, gesucht. Opa Karl sah die Gunst der Stunde und spezialisierte sich aus einem Gemischtwarenunternehmen zu einem Erdbeeranbaubetrieb, der sehr rasch expandierte. Sein Sohn Karl-Heinz entwickelte das Konzept kreativ weiter. Robert Dahl schloss in der Zwischenzeit seine Obstbaulehre ab und erfüllte als 22-Jähriger den Wunsch des Opas und Vaters, den ursprünglichen Hof in Mecklenburg wieder zum Lebens zu erwecken. 1992 gründete er in Rövershagen bei Rostock einen Erdbeeranbaubetrieb mit zunächst 13 Erdbeerfeldern. Es folgten Erlebnisdörfer in Zirkow auf Rügen (2012), in Warnsdorf (2014) und in Elstal bei Berlin (2014). Seit März 2016 gibt es ein fünftes Erlebnisdorf in Koserow auf Usedom, im Jahr 2018 wurde das Barbycafé in Loburg bei Magdeburg eröffnet, und seit 2017 lädt in Warnemünde die Sandwelt auf Pier7 zum Erlebnis ein.

Zwischen Bauernporsche und K2-Achterbahn

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K2-Achterbahn in Karls Erlebnisdorf Elstal

Karls Erlebnisdorf Elstal bietet die richtige Mischung zwischen Spiel und Unterhaltung für die Kleinen, das Shoppingerlebnis für Mutti und gastronomischen Service für den Papa. Besonders beliebt ist die Traktorbahn, wo man auf dem „Bauernporsche“ seine Runden drehen kann, das Labyrinth oder die neue Wasser- Planschwelt. Sie ist mit dem Löffel-Jet, dem Erdbeer-Drop, einer Riesenwasser-Rutsche, der Erdbeerkörbchen-Fähre sowie Wasser-Spielplätzen seit diesem Frühjahr ein Publikumsmagnet. Seit April 2018 kann man mit der Achterbahn K2 in Loren ganz aus Holz mit 60 km/h bis zu 24 m über der Erde 530 Meter durch die Erlebniswelt rasen.

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Eisshow im Eiswerk des Erlebnisdorfes

Im „Eiswerk“ sollte man warm angezogen sein (Minus 7 Grad). Dort ist Deutschland größte Eisfiguren-Ausstellung zu bewundern. 24 Künstler aus 12 Ländern haben auf 2.000 Quadratmetern Kunstwerke aus 300 Tonnen Eis geschaffen.

Manufakturen, Bauernmarkt und Kulinarik

In den Manufakturen kann man fleißigen Händen zuschauen, wenn sie in der Marmeladenküche Leckeres aus Erdbeeren herstellen, in der Bonbon-Manufaktur sehen, wie „Leckerli“ produziert werden, oder auch Fruchtsaftgummis genießen.

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In der Manufakturen-Halle erwarten auch ein Restaurant und Kinder-Attraktionen die Besucher

Beim Stöbern im Bauernmarkt sollte man die Geldbörse bereithalten. Erdbeeriges, Maritimes, Regionales, Selbstgemachtes, Spielzeug und Landhaus-Dekos sind natürlich ideale Mitbringsel für die Daheimgebliebenen.

Bei der Kulinarik fällt die Wahl besonders schwer, denn gleich sieben verschiedene Lokalitäten laden zum Schlemmen ein: Die Hof-Küche, das Mecklen-Burger-Restaurant, die Pfannkuchen-Schmiede. Das Waffelhaus, Iss Wurst, das Chip-Restaurant oder das Schlemmer-Jahr.

Ausblick auf das 100-jährige Jubiläum

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Neue Wasser-Erlebniswelt

Hinter dem (Noch-)Zaun des Geländes sieht man Baumaschinen. Dort haben bis zum 100-jährigen Jubiläum von „Karls“ Geschäftsführer Robert Dahl und sein Team noch viel vor: Aus dem Erlebnisdorf soll ein großer Freizeitpark mit Erlebnis-Resort für Familien werden. Dabei bleibt „Karls“ sich natürlich auch treu, so dass Erdbeeren sowie landwirtschaftliche Attraktionen weiterhin im Mittelpunkt stehen und überwiegend ohne Eintritt genutzt werden können.

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Beliebtes Gummibeerchenland

Konkret soll das Erlebnisdorf um eine einzigartige Erlebnis-Manufakturenwelt erweitert werden, in der die Besucher beim Zubereiten, Backen und Brauen der verschiedenen Lebensmittel hautnah dabei sein können. Außerdem soll das Gelände der ehemaligen „Löwen-Kaserne“ einbezogen werden. Hier könnte bald ein großes Familienresort mit verschiedenen Themen-Hotels und ausgefallenen Übernachtungsmöglichkeiten entstehen. Verbunden werden könnte das bestehende Erlebnisdorf und das neue Resort in Zukunft mit einer „Erdbeer-Seilbahn“, die an der neuen Erdbeer-Promenade endet.

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Frank Havemann mit dem Maskottchen des Erlebnisdorfes Elstal

In dem Familienresort auf dem Areal der ehemaligen „Löwen-Kaserne“ entstehen dörfliche Erlebnisbereiche mit Attraktionen wie einem Spielstall, der zum Toben im Heu einlädt, oder eine Erlebnisgastronomie mit landestypischen Spezialitäten, in der Jung und Alt eine kulinarische Weltreise antreten können. Entlang der 400 Meter langen Erdbeer-Promenade schlendern die Gäste vorbei an kleinen Lädchen, in denen Handwerksfamilien ihre Produkte präsentieren, genießen in der Badescheune im warmen Wasser Wellness oder kühlen sich im Sommer im Badesee am feinem Ostsee-Sandstrand ab.

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Historische Plakate im Erlebnisdorf Elstal

Außerdem soll um den See in mehreren Bauabschnitten eines von Deutschlands größten Themen-Resorts mit mindestens 2.000 Betten entstehen. Übernachtet wird dann im Heuhotel oder im komfortablen Bienenhaus. Aber auch das Erdbeercamp, die Schäferwagen oder – für Schwindelfreie – die urigen Baumhäuser bieten einzigartige Übernachtungserlebnisse in unterschiedlichen Zimmer-Kategorien. CTOUR wird die Entwicklung verfolgen und weiter darüber berichten.

www.karls.de

Fotos: Hans-Peter Gaul

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