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Zwischen Sixtinischer Madonna und Festung Xperience –
CTOUR-Hoteltreff on Tour im Bilderberg Bellevue Hotel

„Dresden gestaltet den Aufbruch in eine neue Zeit. Darin hat die Stadt Übung seit der Epoche von August dem Starken“, heißt es im aktuellen „Dresden Magazin“. CTOURisten und weitere Reisejournalisten haben auf Einladung des Bilderberg Bellevue Hotels während unseres CTOUR-Hoteltreffs on Tour Mitte Juli Dresden in Coronazeiten wieder- und neuentdeckt.

Noch fehlen der attraktiven Reisedestination Dresden-Elbland, die 2019 mit 2,8 Millionen Ankünften und 6,1 Millionen Übernachtungen ein Rekordjahr erlebt hat, die zahlreichen Touristen vor allem aus dem Ausland. Auch die (noch) geringe Anzahl von Reisebussen sowie die „vertagten“ Großveranstaltungen, Festivals und Meetings machen sich bemerkbar. Von Corinne Miseer, seit dem 1. Februar 2020 Geschäftsführerin der Dresden Marketing GmbH (DMG), erfahren wir, wie Dresden hier in die Offensive geht.

„Viele Menschen, vor allem aus dem Inland, suchen gerade nach attraktiven Urlaubszielen und nach Angeboten, um endlich wieder hochkarätige Künstler live erleben zu können“,

so die engagierte Tourismusmanagerin.

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Corinne Miseer, Geschäftsführerin der Dresden Marketing GmbH mit den Dresdner CTOUR-Mitgliedern Heinz Ruhnau (r., „SachsenGast“) und Stephan Trutschler (Gf meeco Communication)

„Die Dresdner Kulturinseln 2020, das Angebot der Filmnächte am Elbufer mit exklusiven Open-Air-Konzerten der Philharmonie, der Theatersommer in der ‚Jungen Garde‘ wie auch der ‚Palais-Sommer‘ zwischen Elbe und Japanischem Palais passen da hervorragend zu dieser Nachfrage.“

Attraktive Open Air-Kulturangebote

Bereits wenige Tage nach unserem Besuch sind die „Kulturinseln 2020“ mit großem Erfolg gestartet. Bis zum 5. September werden nun jeweils donnerstags bis samstags an zwölf verschiedenen Opern-Air-Standorten Künstler verschiedenster Genres auftreten – und das bei freiem Eintritt. Neben der zusätzlichen Belebung der Innenstadt sollen so auch wichtige Impulse für Gastronomie, Handel und Hotellerie gegeben werden.

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Auch unser Gastgeber Sebastian Klink, Generalmanager des Bilderberg Bellevue Hotels, – hier mit CTOUR-Hoteltreff-Organisatorin Margot David, freut sich über das Projekt, das Gäste wie Bewohnerinnen und Bewohner Dresdens dazu einlädt, die vielfältige und erstklassige Kulturlandschaft auch in besonderen Corona-Zeiten wieder zu entdecken.

Sein traditionsreiches frisch renoviertes First-Class-Hotel mit 340 Zimmern und 21 Suiten ist derzeit während der Woche zu etwa 30 % und an den Wochenenden zu rund 50 % ausgebucht. Insgesamt stehen in der sächsischen Landeshauptstadt etwa 22 000 Hotelbetten zur Verfügung, drei neue Häuser sollen noch in diesem Jahr öffnen. Da ist sicher die inzwischen gestartete Open-Air-Unterhaltung vom Feinsten nach einer Zeit der kulturellen Entbehrungen ein gewichtiger Besucherfaktor. So machen z. B. Sonderkonzerte in der Freilichtbühne „Junge Garde“ und in der „Saloppe“ Appetit auf die Jazztage Dresden, sind Musikerinnen und Musiker der Sächsischen Staatskapelle auf dem Konzertplatz „Weißer Hirsch“ zu Gast. Während sich die Comödie Dresden in ihre „Sommerresidenz“ (Elbschloss Übigau) begeben hat, führen die Landesbühnen Sachsen das Musical zum beliebten Märchenfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ vor der romantischen Kulisse von Schloss Moritzburg auf.

First-Class-Hotel mit Canaletto-Blick

Bereits in der Lobby des Bilderberg Bellevue Hotels per Bildschirm freundlichst als CTOUR-Reisejournalisten-Vereinigung begrüßt, lernen wir bei einem Rundgang mit Hotelchef Sebastian Klink das größte Innenstadthotel näher kennen.

Das am 13. Februar 1985 (zeitgleich mit der Wiedereröffnung der Semperoper) eingeweihte damalige INTERHOTEL geht in seiner Bausubstanz bis auf das Jahr 1724 zurück. Der aus dieser Zeit stammende Gebäudeteil ist übrigens die einzige erhaltene historische Doppelhofanlage der Barockzeit in Dresden. Seit dem 1. Januar 2020 gehört das Hotel als einziges deutsches Haus zur niederländischen Premium-Hotelgruppe (vereint traditionsreiche Qualitätshotels in einzigartiger Lage). So ist natürlich auch Sebastian Klink, seit 2014 Generalmanager des Hotels, auf das Alleinstellungsmerkmal seines Hauses besonders stolz – den einzigartigen „Canaletto-Blick“, den man vom Hotel an der Elbe zur gegenüberliegenden berühmten Stadtsilhouette mit Stadtschloss, Frauenkirche, Semperoper und Hofkirche hat.

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Blick aus einem „Bellevue-Zimmer“ zur berühmten Dresdner-Altstadt-Silhouette

Während vor allem die beliebten „Bellevue“-Zimmer in der dritten und vierten Etage diesen unvergesslichen Ausblick bieten, konnte ihn z. B. Robbie Williams 2006 aus der 134 m² großen Präsidenten-Suite genießen. Die 20 vielfältigen Räumlichkeiten für bis zu 850 Personen zeichnen sich durch viel Tageslicht und den Altstadt-„Canaletto-Blick“ aus.

Im Corona-Sommer besonders gefragt sind die 20 000 m² großen Bellevue-Gärten des Hotels mit Terrasse und barocken Skulpturen direkt an der Elbe. 

Hier laden auch ein historischer Biergarten sowie der Biergarten „Elbsegler“ Gäste aus nah und fern ein.

Große Freude gab es dieser Tage bei zwei Familien aus anderen Bundesländern, die im Rahmen eines Gewinnspiels hier kurzfristig Stellplätze für ihre Caravans fanden.

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Beim abendlichen Gala-Menü im Restaurant „Canaletto“ erfahren wir, dass der engagierte Hotelchef aus Bautzen immer seiner sächsischen Heimat treu geblieben ist und seit 2018 mehrere Bienenvölker auf dem Dach des Hauses für leckeren Akazienhonig sorgen.
Ende 1989 war das Hotel Gastgeber für das Treffen
von Bundeskanzler Helmut Kohl mit dem

DDR-Ministerpräsidenten Hans Modrow. 2002 musste es wegen des Jahrtausend-Hochwassers der Elbe für mehrere Monate schließen. Nunmehr sorgen moderne Schutzbarrieren für Sicherheit.

Mit Maske zur „Sixtinischen Madonna“

Wie im Hotel entsprechend der Vorgaben gut gelöst ging es bei unserer Dresden-Wiederentdeckung in Coronazeiten auch anderenorts immer wieder um AHA – Abstand-Hygiene-Alltagsmaske. In der berühmten Gemäldegalerie Alte Meister und in der neuen Skulpturensammlung bis 1800 eine besondere Herausforderung.

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Zwingerhof

Nach fast zehnjähriger Sanierung ist das Museum mit Meisterwerken wie Raffaels „Sixtinische Madonna“, dem „Reisealtar“ von Jan van Eyck und der Werke von Bernardo Belotto wieder sehr gefragt, wie uns die Besucherschlange auf dem Theaterplatz zeigte. Anlässlich des 500. Todesjahres von Raffael präsentiert die Gemäldegalerie Alte Meister noch bis zum 30. August 2020 eine umfangreiche Sonderausstellung zu den Dresdner Bildteppichen des bedeutenden Malers und Architekten der italienischen Renaissance (geöffnet täglich von 11 bis 27 Uhr – außer montags).

Geschichte authentisch erlebbar

Nicht zu übersehen ist in Dresden, dass in diesem Jahr der 350. Geburtstag August des Starken (Friedrich August I. von Sachsen) gefeiert wird.

So laden die Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten noch bis zum 1. November 2020 zur Sonderausstellung „350 Jahre Mythos August der Starke – Geschichte. Macht. Ihr“ auf Schloss Moritzburg ein.

Für uns eine spektakuläre Neuentdeckung: Festung Xperience in der über 500 Jahre alten Festungsanlage unter den Brühlschen Terrassen. Von Dr. Dirk Welich herzlich begrüßt und über das neue multimediale Erlebnisangebot informiert, ging‘s per Fahrstuhl in die spannend aufbereitete Geschichte der aus dem 16. Jahrhundert stammenden Dresdner Stadtbefestigung. Aufwendige 360°-Projektionen direkt auf den alten Festungsmauern und ein leistungsstarkes Audio-System haben

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uns fasziniert und Geschichte auf eindrucksvolle Art lebendig werden lassen.
Nachdem gleich zu Beginn des etwa einstündigen Rundgangs ein animiertes Abbild des Kurfürsten Moritz mit den Besuchern spricht, projizieren während des Rundgangs beinahe 30 Hochleistungsbeamer emotional wirksam Filme, Animationen und virtuelle Inszenierungen auf mehr als 1000 m² Festungs-Wände.

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„Hier sollen keine Texte gelesen werden, sondern Geschichte soll am authentischen Ort erlebbar werden“, hatte uns Dr. Welich, Leiter des Dresden Xperience- Projekts gesagt. „Wir nutzen die Technik nicht um ihrer selbst willen, sondern weil sie uns hilft, unser Anliegen zu vermitteln. Der Museumsbesucher von heute ist nicht vergleichbar mit dem Publikum, das wir noch vor 20 Jahren in den Schlössern,

Burgen und Parks begrüßen konnten.”

“Um heute Menschen zu begeistern, brauchen wir in der Vermittlung Emotionen, Geschichten und starke Erlebnisse. “

“Ab Frühjahr 2021 wird übrigens unsere ‚Zwinger Xperience‘ die Geschichte des Dresdner Zwingers mit ähnlichen Mitteln emotional und emotionalisierend erzählen“ freut sich Dr. Welich. Dabei werden hier vor allem überdimensionale Screens und Sphären mit LED-Bildschirmen, aber auch eine VR-Installation zum Einsatz kommen.

Region Dresden-Elbland mit Wachstumspotential

Seit einigen Jahren vermarktet sich die beliebte Tourismus-Region Dresden-Elbland gemeinsam – und das mit wachsendem Erfolg. Olaf Raschke, Vorsitzender des Tourismusverbands Elbland Dresden e. V. und OB von Meißen, sieht weiteres großes Potential im Genuss- und Aktivurlaub. „Das Segment Wanderurlaub hat besonders großes Wachstumspotential, das wir u. a. mit dem ‚Sächsischen Weinwanderweg‘ hervorragend bedienen können“.

Bis Ende Oktober 2020 feiern die sächsischen Winzer erstmals den „Sommer der offenen Weingüter“. In dem nordöstlichsten Weinanbaugebiet Europas sind mehr als 100 Veranstaltungen in Weinbergen, Vinotheken, Höfen, Weingütern und Besenwirtschaften geplant.

Gut nachgefragt wird indessen auch das Sommerspecial der Dresden Marketing GmbH „Dresden – Schönheit wieder neu entdecken“. Unter www.dresden.de/wiederentdecken werden vorerst bis zum 31. August 2020 Übernachtung und Erlebnisse aus erster Hand zum Spezialpreis angeboten.

Unser Fazit: engagierte, hochmotivierte Hotel- und Tourismusmanager sorgen in der Region Dresden-Elbland ideenreich mit Erfolg für steigende Besucherzahlen. Viele der Dresden-Besucher, mit denen wir während unsres Aufenthalts sprechen konnten, freuten sich, Dresden und die Region mit ihren Sehenswürdigkeiten entspannt wieder zu sehen oder neu entdecken zu können. Auch wir wollen bald wiederkommen. Entlang der Elbe gibt es noch viel zu sehen.

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Bleibt die Hoffnung, dass auch die traditionsreiche Sächsische Dampfschifffahrt in Krisenzeiten Kurs hält und weiterhin viele begeisterte in- und ausländische Touristen auf der Elbe durch eine der schönsten deutschen Kulturlandschaften fährt. Ahoi!

www.bilderberg-bellevue-dresden.de
www.visit-dresden.travel
www.dresden-Xperience.de

Fotos: Hans-Peter Gaul, Bilderberg Bellevue-Hotel (3)

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