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2021 müssen wir uns neu erfinden

Kurzweiliger CTOUR-Medientreff
zum Reiseland Kroatien

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. In der Republik Kroatien kann man ein Lied davon singen.
„2020“, so Dr. Gordan Grlic Radman, Botschafter Kroatiens in Deutschland, bei einem Medientreff mit CTOUR-Mitgliedern in Berlin, „ist ein ganz wichtiges Jahr für uns.“
Das Balkanland übernimmt turnusmäßig die EU-Ratspräsidentschaft und stellt mit Rijeka 2020 eine der beiden Kulturhauptstädte Europas (neben Galway in Irland). „Wir sind stolz darauf, dass unsere drittgrößte Stadt auserwählt wurde,“ so der Botschafter.

Gordan Grlic Radman betonte, für sein Land seien europäische Themen sehr wichtig, nicht nur wegen der bevorstehenden Ratspräsidentschaft. In diesem Zusammenhang nannte er Schwerpunkte wie EU-Erweiterung, Klima, Migration oder ein neuer Finanzrahmen für die Europäische Union.
Kroatien selbst wolle sich stärker in die EU integrieren und strebe eine formelle Aufnahme in den Schengen-Raum und in die Euro-Zone an.
Um alle dafür notwendigen Kriterien zu erfüllen, brauche sein Land noch zwei bis drei Jahre Zeit. Der Botschafter unterstrich das gute Verhältnis zwischen Deutschland und Kroatien, das sich auf vielfältige Weise manifestiere.
2020 zum Beispiel werde Kroatien Partnerland auf der „Grünen Woche“ in Berlin sein.

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Botschafter Dr. Gordan Grlic Radman (Mitte) mit Tourismus-Direktor Romeo Draghicchio (r.) und CTOUR-Vorstandssprecher Hans-Peter Gaul (l.)

Romeo Draghicchio, ebenfalls Gastgeber des CTOUR-Medientreffs in der kroatischen Botschaft in Berlin, war beim Thema „Reiseland Kroatien“ als Direktor der kroatischen Zentrale für Tourismus in Frankfurt/Main in seinem Element. Selbstbewusst verkündete er den Berliner Reisejournalisten:

„Wir wollen eines der wettbewerbsfähigsten Länder im Tourismus werden.“

Kroatien als Reiseziel sei jedes Jahr beliebter geworden. Allein aus Deutschland kamen im vergangenen Jahr fast drei Millionen Gäste.  Neben Hotels aller Sternekategorien spielten auch Privatvermietungen von Häusern und Wohnungen eine immer größere Rolle. Der Tourismus sei so stark angewachsen, dass Arbeitskräfte für diesen Bereich schon aus umliegenden Ländern „importiert“ werden müssen, fügte Romeo Draghicchio hinzu.

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Romeo Draghicchio präsentierte Neues vom Kroatien-Tourismus

Den kulturellen und touristischen Höhepunkt im nächsten Jahr, so der Direktor aus Frankfurt/Main, bilden die Veranstaltungen rund um Rijeka als Kulturhauptstadt Europas. Die Stadt an der Kvarner-Bucht, die auch den größten Hafen Kroatiens beherbergt, setzte sich als Sieger gegen Mitbewerber aus dem eigenen Land, wie Dubrovnik, Osijek und Pula  durch.  
Das Programm „Kulturhauptstädte Europas“ wurde 1985 ins Leben gerufen. Es wird von „Kreatives Europa“, einem europäischen Kulturförderprogramm, unterstützt und soll der Förderung europäischer Kulturen, Vielfalt und Zugehörigkeit dienen. Die Bewerberstädte, also auch Rijeka, mussten einer EU-Jury ihr Kulturprogramm präsentieren und dabei beweisen, dass es einen spürbaren und durchführbaren Beitrag in europäischen Dimensionen leisten kann.

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Die kroatische Hafenstadt Rijeka wird 2020 eine der Kulturhauptstädte Europas sein

Irena Kregar Segota, Direktorin für Kommunikation und Partnerschaften bei der Rijeka 2020 GmbH, informierte die CTOUR-Journalisten in feinstem Upper-Class-English, dass es mehr als 1 000 Veranstaltungen geben wird (info@rijeka2020.eu) . Dabei werde sich Rijeka nicht nur als Kulturstadt sondern auch als Stadt der Wissenschaft, als Religionsstadt und Tourismuszentrum präsentieren. Zu wichtigen inhaltlichen Punkten des Programms zählen Themen, wie Arbeit, Immigration und Wasser.

Im Rahmen des Kulturhauptstadt Rijeka 2020 Projektes, so Dominik Damis, Leiter Marketing im Tourismus-Verband Rijeka, werden Kulturzentren, die Stadtbibliothek, das Stadtmuseum und auch Titos Staatsjacht „Galeb“ von Grund auf renoviert: Geschätzte Kosten rund 30 Millionen Euro. Sie werden sowohl vom kroatischen Staat, der Stadt Rijeka, privaten Sponsoren und europäischen Fonds (z.B. Kreatives Europa) aufgebracht. In das Programm fest eingebunden ist der berühmte, 600 Jahre alte Karneval, betonte Dominik Damis. Am Höhepunkt, dem Karnevalsumzug mit über 10 000 Teilnehmern und 150 000 Zuschauern, der jeweils am letzten Sonntag vor Aschermittwoch stattfindet (2020 ist es der 23. Februar), wird auch das Kulturhauptstadt Rijeka 2020-Jahr eröffnet.

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Gastgeber des CTOUR-Medientreffs in der Botschaft von Kroatien: Romeo Draghicchio (Deutschland-Direktor der Kroatischen Zentrale für Tourismus), Botschafter Dr. Gordan Grlic Radman, Irena Kregar Segota (Rijeka2020) und Dominik Damis, Leiter Marketing im Tourismus-Verband Rijeka (v. l.)

„Und danach, 2021, müssen wir uns neu erfinden“,

zog Romeo Draghicchio schmunzelnd ein Fazit an diesem kurzweiligen, informativen Abend in der kroatischen Botschaft.  

Botschafter Dr. Radman hatte sich nach unsrem erfolgreichen Medientreff an den CTOUR-Vorstand gewandt: „Es geht übrigens an uns alle, nur gemeinsam und miteinander können wir unser Leben besser gestalten. Das Leben ist so kurz, so müssen wir die Natur des Lebens geniessen. Und Kroatien bietet sich als Erholungsort geradezu an“, schrieb er. Inzwischen haben wir erfahren, dass Dr. Radman  neuer Außenminister seines Heimatlandes werden wird. CTOUR gratuliert.

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Get together beim Medientreff in der kroatischen Botschaft

www.kroatien.hr

Fotos: Frank Pfuhl (4), Kroatische Zentrale für Tourismus (1)

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