CTOUR-Medientreff: Lettland – klein aber fein, und doch so groß

100 Jahre Lettland – die junge unabhängige Republik feiert sich und seine Unabhängigkeit bereits seit einem halben Jahr. Doch die Feiern und Veranstaltungen werden in sechs Monaten nicht enden, erfahren die Zuhörer beim CTOUR-Medientreff.
Eine schlichte Villa im feinen Berliner Grunewald erwartet als Botschaft der Republik Lettland Mitglieder der Reisejournalisten-Vereinigung CTOUR Berlin Network zum Medientreff. Die Fassade ist eingerüstet. Sie wird renoviert. Es wird erneuert. Ein Gleichnis für das Land – durchaus. Im Bereich IT steht Lettland in Europa vorn, was neue Lösungen und Verknüpfungen angeht.

Botschafterin Inga Skujina mit Teilnehmern des CTOUR-Medientreffs in der Botschaft von Lettland

Lettland – das kleine EU-Land, das erst vor kurzem den Euro einführte, hat viel zu bieten und feiert gleich mal bis 2021. Zahlreiche interessante Ausstellungen und Veranstaltungen sollen Bilder von Lettland vermitteln. Botschafterin Inga Skujina, der Stellvertretende Botschaftsleiter Janis Berzins sowie der Botschaftsrat für Wirtschaft und Handel, Helmuts Salnajs, präsentieren ihr Land, das vielen Deutschen nahezu unbekannt ist.

Inzwischen kommen zunehmend deutsche Touristen ins Land. Die Verbindungen sind ideal. Sowohl im Allgemeinen als auch speziell in punkto Verkehr. 60 Flüge gibt es jede Woche zwischen Riga und Deutschland. Und tatsächlich – die Besucherzahl erhöhte sich im Vorjahr um 40 %. Bei den ausländischen Besuchern belegt Deutschland Platz zwei – und im Handel ebenfalls. „Historisch betrachtet haben unsere beiden Länder gute Beziehungen“, erklärt Janis Berzins.

Im Hafen von Ventspils

Lettland setzt im Tourismus auf Kultur, Natur und Gourmetküche. Kultur ist generell ein Wirtschaftsfaktor. Immerhin sechs Prozent der lettischen Unternehmen ‚produzieren‘ Kultur. Lettland – das kleine Volk – sendet Spitzensänger, Musiker und Dirigenten in alle Welt – zum Beispiel auch nach Deutschland. So werden kulturvolle Aufgaben übernommen in der Komischen Oper Berlin und im Leipziger Gewandhaus, in der Hamburger Philharmonie …

Natur erlebt der Besucher Lettlands pur. Auf 50% der Landesfläche wachsen Wälder. „Wir haben viel Koks“, meint lächelnd Helmuts Salnajs. „Koks“ ist das lettische Wort für „Holz“. Scherz muss sein … Es gibt genug Wald zum Wandern und dann noch 500 km Ostseestrand. Der Strand unterscheidet sich von der deutschen Ostseeküste. Hier gibt es keine Quallen.

Historisches Zentrum der lettischen Hauptstadt Riga

Die Statistik zeigt es: Wer die Ruhe und Einsamkeit liebt, der ist in Lettland richtig. Etwa 30 Einwohner leben auf dem Quadratkilometer, in Deutschland zum Vergleich 231.
Riga, die Hauptstadt der verschiedenen Gesichter. Sie hat etwas von Wien, Warschau und auch von deutschen Städten. Vielfältig ist die Architektur mit der Brücke über die Daugawa oder dem Fernsehturm der Moderne, mit der historischen Altstadt und den imposanten Jugendstilhäusern.

Der Gesandte Janis Berzins erzählt: „Reiche Kaufleute ließen einst als schmückende Motive Ansichten von verschiedenen Städten im Ausland anfertigen. Diese Ansichtsbilder sollten die Reisetätigkeit und damit die Leistungsfähigkeit der Hausherren zeigen“ – Jugendstil in anderer Variation zu Mallorca, Antwerpen oder Deutschland.

CTOURisten beim Besuch in Lettland

Riga die Hauptstadt gehört zu den kleinen Hauptstädten Europas mit viel Kunst, Unterhaltung und Gastronomie – klein aber fein.
Mit einer Diaschau erinnerte CTOUR-Mitglied Wolf-Georg Kirst an eine CTOUR-Pressereise mit einer Fähre der Reederei Scandlines u. a. nach Ventspils.
Informationen: http://www.latvia.travel/de

Fotos: FOTAC – Wolf-Georg Kirst (3), Hans-Peter Gaul

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