CTOUR ON TOUR: Mit MS ASTOR von Wismar und den Kattegat-Küsten zum schönsten und größten Hafenfest der Welt

Schauplatz Hansestadt Wismar an einem schönen Mai-Tag. Fröhliche Menschen bummeln Eis schleckend über die neu gestaltete Hafenpromenade. Zwischen den restaurierten Getrteidespeichern ragt ein eleganter weißer Schiffsschornstein in den blauen Himmel. Der ist Blickfang und gehört zur ASTOR, die zum ersten Mal die UNESCO-Welterbestadt angelaufen hat.

„So schön hätten wir uns die Stadt nicht vorgestellt!“ schwärmen die einen, andere waren seit DDR-Zeiten nicht hier und staunen, was sich hier seit der Wende alles getan hat. Die meisten wollen „unbedingt wiederkommen, um die Eindrücke zu vertiefen“. Auch vielleicht mal eine Fahrt mit der Hansekogge WISSEMARA unternehmen oder auf die Insel Poel fahren. Bis zum Auslaufen um 18 Uhr sind rund 500 Gäste an Bord, die in der alten Markthalle eingecheckt haben. Auch das eine Premiere, denn damit wurde das Gebäude auch als Kreuzfahrtterminal eingeweiht.

Bewegender Abschied von Wismar
„Die ASTOR könnte doch auch noch andere kleine Häfen anlaufen“, sinniert ein Thüringer, „da wäre ich sofort wieder dabei!“ Von den Schiffsabmessungen her – 176 Meter Länge, 6,10 Meter Tiefgang und 22,60 Meter Breite – gäbe es für etliche von ihnen keine Probleme. Auch einen Erstanlauf von Wismars Schwesterstadt Stralsund könne man sich vorstellen, meint Klaus Ebner von Transocean, „denn kleinere deutsche Häfen wie Eckernförde, Flensburg, die nordfriesischen Inseln und Rügen´schen Seebäder sind sehr nachgefragt“.

„Herzlich willkommen wieder zu Hause!“, strahlt Kreuzfahrtdirektor Daniel Körber und empfängt seine Gäste vor der Halle ganz persönlich mit Handschlag. Das hat auf der ASTOR schon Tradition. Seit rund drei Jahrzehnten. Ein langes und bewegtes Schiffsleben im Dienst von treuen Fans, die ihr Schiff lieben. Vor ihnen liegt eine Kurzreise zum Schnuppern: geeignet sowohl für Kreuzfahrt-Neulinge als auch für alte Hasen und Fans des überschaubaren, gemütlichen und sehr familiären Schiffes. „Das auch noch wie ein Schiff aussieht“, bemerkt ein Passagier mit Kennerblick.

Was man an Gesprächsfetzen vor der Gangway aufschnappt, deutet auf eine große Erwartungshaltung hin: Alle sind gespannt, was sie auf dieser Reise nach Malmö, Göteborg, Frederikstad und Kristiansand sowie beim 530. Hamburger Hafengeburtstag erwartet. Schon der Abschied von Wismar ist bewegend. Viele Hände winken und wünschen „gute Reise!“. In der Wismar-Bucht kommt die Kogge unter geblähtem Segel entgegen und feuert drei Mal Salut mit ihrer Kanone. ASTOR grüßt mit drei langen Typhon-Dröhnern herüber.

MS ASTOR läuft aus vor Wismar-Kulisse.

Schwedische Stadt-Appetithappen
Die nächsten Tage sind gefüllt mit den unterschiedlichsten Sightseeing-Aktivitäten. In Malmö geht´s los: eine Radtour vom Hafen durch die neue Stadt am Vestra Hamnen mit dem städtischen Highlight, ein „Drehender Torso“ genanntes und mit Architektur-Preisen überhäuftes Hochhaus, in die beschauliche Altstadt zwischen Lille Torg, Stortorget, Gustav-Adolf-Platz und Sankt Petri Kirche. Malmö, die lebendige und doch beschauliche grüne Stadt, gefällt allen auf Anhieb. Mittagspause im stilvollen Restaurant „Astiderna by the Sea“ neben dem ehemaligen Trockendock und heutigem Yachthafen, wo früher die traditionsreiche Kockums-Werft 8000 Menschen beschäftigte. Nicht weit entfernt von der königlichen Festung Malmöhus ist sogar ein kühles Ostseebad drin: nach aufheizender Sauna mit nackten schwitzenden Schweden samt Kattegat-, Kopenhagen-, Schiffs- und Öresundbrücke-Blick in der historischen Badeanstalt Ribersborgs Kallbadhus.

Göteborg wartet nach einer Schärenfahrt am nächsten Tag mit Hafenrundfahrt, Oldtimer-Straßenbahn-Tour in die City, Stadtrundgang, Kasematten-Besichtigung in der Stadtmauer, Lunch im beliebten „KPH Matbar“ mit lokalen Gerichten, Fischmarkt, Paddan-Bootstour unter Brücken bis zum Trollhättan-Kanaleingang und zur Viermastbark VIKING, heute ein stilvolles Hotel, Schifffahrtsmuseum samt Frachtern, uralten Göta-Kanal-Fahrgastschiffen und sogar einem großen Zerstörer und U-Boot. Die Palette der Sehenswürdigkeiten ist ja noch viel breiter. Eine blondlockige Cheerleader-Band untermalt das Auslaufen mit schmissigen Rhythmen und erntet dafür Beifallsstürme bei den Zuschauern an der Reling.

Wahrzeichen von Göteborg – Lipstick Tower und Viermastbark Viking.

Norwegische Geschichte und Natur pur
Im Nachtsprung geht es weiter entlang der zerklüfteten schwedischen Westküste nach Norden. Tief im Innern eines Fjords liegt gleich hinter der Landesgrenze die norwegische Hafenstadt Frederikstad. Ein Kinderchor begrüßt die Gäste mit seinen hellen Stimmchen. Rührend! Auf der gegenüberliegenden Seite leuchten bunte Ferienhäuser in der Morgensonne.

Per Euro-Sechs-MAN-Bus der jüngsten Generation ohne Abgase rollen wir auf der Oltidsruta, der alten Route, 3000 Jahre tief in die norwegische Vergangenheit zu den Felsritzungen von Solberg aus der Bronzezeit: Streitwagen, Wikingerboote und Sonnenräder sind mit rostroter Farbe nachgezeichnet. Ein paar Kilometer weiter durch eine hügelige Wald-Fjord-Traumlandschaft: Tonnenschwere Findlinge mitten im Wald markieren die Steinkreise von Hunn.
Schließlich führt uns der Weg über eine Zugbrücke in die sternförmig angelegte Festungsstadt, die 1567 von König
Frederik II. gegründet wurde. Ein kräftiger Hauch von Idylle und Romantik umfängt den Besucher in den Gassen und auf den Plätzen. Im Museum wird Historie hautnah präsentiert. Weit schweift der Blick von den kanonenbewehrten Wällen über Glomma-Fluss und Neustadt.

Dann geht es auch schon weiter über die Florida Keys Norwegens nach Skjaerhalden: mitten durch den Hvaler Nationalpark mit seinen 833 Inseln und Schären. Es ist der erste Meerespark des Königreichs. In seinem Info-Zentrum erfährt der Besucher alles über die relativ unberührte Küstenlandschaft und sein sensibles Ökosystem. Sogar Kaltwasser-Korallen gedeihen hier prächtig. Passend dazu die Mittagsstation: „Big Fish“ mit hervorragender Meeresfrüchte-Küche am kleinen Hafen, in den gerade ein Forschungsschiff einläuft.

Im Skagerrak muss es natürlich leicht schaukeln, das ist das Seegebiet vor der norwegischen Südküste seinen Besuchern schuldig. An der Pier von Kristiansand, einem beliebten Sommerferien-Ort und Hauptstadt des Sörlandes (Südlandes), herrscht schließlich Ruhe, wenn auch tiefhängende Regenwolken die Lust auf einen Stadtrundgang erheblich bremsen. Dafür wird dann der Bus genommen, der uns vom Hafen durch die schachbrettartig angelegte Altstadt mit ihren weißen Holzhäusern kutschiert. Mit schnellen Sprüngen zum Fischmarkt, Marktplatz, in die Domkirche mit ihrer hölzernen Decke. Im 2. Weltkrieg war die Stadt erster Anlandepunkt deutscher Truppen bei der „Aktion Weserübung“. Die Gestapo soll hier heftig gewütet haben. Das ist auch die einzige finstere Wolke, die die Gemüter berührt.
Das Konzerthaus am Hafen überrascht durch seine wellenförmige Holz-Dachkonstruktion. Heißt denn auch nur schlicht „Die Welle“. Alles flüchtet gangwayaufwärts ins warme, trockene Schiffsinnere.

Die Wikinger-Steinkreise von Hunn.

Nachfrage bestätigt Konzept
Zum Absacker während der Sailaway-Melodie trifft man sich in der „Hanse-Bar“. „Ich bin die Paula – zum Greifen nahe!“, lächelt die „Lübecker Deern“ ihren Tresen-Nachbarn an und fasst ihn unverkrampft um die Schultern. Andere Gäste begrüßt sie ebenso, winkt mal hier, mal dort hin und verteilt Küsschen. „Wir kennen uns eben auf dem Familienschiff“, meint sie und zwinkert ihrem Mann Heino zu, der gegenüber mit Kreuzfahrtdirektor Daniel Körber ins Gespräch vertieft ist. Wie oft sie schon hier mitgefahren seien? „Och, so um die zwanzig Mal, so genau weiß ich das nicht mehr, aber immer und immer wieder. Das wird auch so bleiben!“

Ungebrochen ist die Attraktivität der ASTOR, seit sie vor 32 Jahren in Dienst gestellt wurde. „Sie zählt zu den traditionsreichsten und beliebtesten Hochseeschiffen in Deutschland“, betont Klaus Ebner, „eine Verbindung aus familiärem Charakter und stilvoller Ausstattung“. Nach der aufwändigen Komplettmodernisierung 2010 ist das Schiff noch schöner geworden. 16 Millionen Euro hat die Premicon AG damals investiert. Die Nachfrage bestätige das Konzept, denn „es gibt kaum noch vergleichbare Schiffe auf dem Hochseemarkt“.

Für die ASTOR wird auf dem deutschen Markt geworben mit dem Slogan „Transocean – ganz persönlich“. Individueller Service werde hier großgeschrieben, meinen viele Wiederholer.
Das Schiff gehört zum Mittelklasse-Segment „Klassische Kreuzfahrten“. Dafür indes wird erstaunlich viel geboten

Stilvoll, aber schnörkellos
Willkommens- und Abschiedscocktail sind genauso ein Bestandteil der Reisen wie das Captains Dinner und der Gala-Abend. Angesprochen werden sollen in erster Linie Gäste, die zwar entspannt, aber ohne allzu großen Luxus reisen möchten. So locker wie auf Clubschiffen geht es hier allerdings nicht zu, denn Stil ist nach wie vor gefragt. Auch was den Dresscode angeht. Hier gilt die Empfehlung „sportlich-leger bis festlich“. Was durchaus auch Shorts und T-Shirt bedeuten kann, je nach Klimazone und Situation. In den Restaurants allerdings geht es „gesittet“ zu, was natürlich Sonnen-, Bade- und Freizeitbekleidung ausschließt. Hier greift das Prädikat „klassisch“ wieder.

Stilvoll, aber schnörkellos sind die Innenbereiche gestaltet. Zu den Höhepunkten neben den Empfängen gehören internationale Musik- und Tanzvorführungen, die durch deutschsprachige Elemente gut ankommen. Das künstlerische Ensemble, bestehend aus
19 Mitgliedern, ist im Verhältnis zur Schiffsgröße erstaunlich groß und bietet ansehnliche Shows mit Tanz- und Gesangseinlagen von hohem Niveau. Darüber hinaus treten Gastkünstler auf wie Magier, Artisten, Sänger, Musiker oder auch Schriftsteller, die aus ihren Werken lesen und diese signiert verkaufen.

Körperliche und geistige Fitness
Erfahrene Lektoren ergänzen das Programm in der „Astor-Lounge“ geistig. Sie bereiten die Gäste per Multi-Media-Vorführung auf die anstehenden Landausflüge vor und bieten auch allgemeine Informationen über die zu besuchenden Länder. So können die Gäste wohlvorbereitet die Destinationen erkunden. Auch, wer möchte, auf eigene Faust. Dazu werden Stadtpläne und Broschüren an Bord vorgehalten.

Sportlich geht es zu bei Shuffleboard-Spielen auf den weiträumigen holzbelegten Außendecks. Die eignen sich auch hervorragend für Jogging und Walken. Auch Handball, Fußball, Volleyball und Tischtennis-Freunde kommen an Oberdeck auf ihre Kosten. Alle Sportarten werden von Sportlektoren fachkundig begleitet.
In den Gesellschaftsräumen kann man sich bei Bingo- und Kartenspiel samt Kreativkursen wie Malen, Zeichnen oder Seidenmalerei die Zeit vertreiben. Zum „Selbststudium“ zieht man sich in die gut ausgestattete Bibliothek zurück.

Eine wohl sortierte Boutique lädt zum Kauf von Kleidung, Schmuck und Parfüms und allerlei Souvenirs ein. Entsprechende Sonderangebote werden angekündigt. Selbstverständlich sind ein Fotostudio sowie ein Hospital mit Bordarzt und Krankenschwestern. Spezielle Räume für Kinder gibt es zwar nicht, aber während der Ferienzeit organisiert die Reiseleitung kindgerechte Angebote.
Sport- und Wellness rund um das beliebte Innenschwimmbad mit Sauna und Massageräumen runden die Möglichkeiten ab. Besonders reizvoll: die Fitnessgeräte auf dem achteren Brückendeck mit Meerblick. Hier kann man sich zusätzlich vom „Blick in die weite Ferne“ inspirieren lassen und entspannen.

Hoher Prozentsatz Repeater
Zentrum des Schiffes sind zwei elegante Galerien mit Sitzgruppen vor großen Fenstern. In einer kommen sogar Raucher zum Zuge. Dazwischen liegt der mit Steuerrad, Tauwerk, dunklen Hölzern, gemütlichen Sitzecken und Gemälden liebevoll maritim gestaltete Captains Club.

Gespeist wird in zwei Sitzungen mit Tischreservierung im Restaurant „Waldorf“ und im „Übersee-Club“, ein erstklassiges Büffet-Restaurant mit vielen frisch zubereiteten Spezialitäten. Im „Romantic“ kann man ohne Aufpreis Sonderreservierungen vornehmen lassen. Darüber hinaus werden kulinarische Sonderveranstaltungen offeriert wie bayerischer Frühschoppen, Eisspezialitäten oder ein nächtliches Schokoladen-Büffet.
Am Vormittag werden generell Bouillon und um Mitternacht traditionell Snacks gereicht oder einfach nur Kartoffelsalat mit Würstchen.

Die Führungskräfte im Service-Bereich sind mit deutschsprachigen Kräften besetzt, während die übrigen Positionen von internationalen Mitarbeitern eingenommen werden. Gleichwohl verstehen es alle hervorragend, die Wünsche des ihnen wohl vertrauten Publikums zu erfüllen. Das wissen viele Gäste sehr zu schätzen, die auch darum immer wieder gern mit der ASTOR fahren. Wiederholer repräsentieren einen hohen Prozentanteil bei den Buchungen. Das Preisniveau für Getränke, Ausflüge oder andere Bord-Angebote liegt im Mittelfeld – ein stimmiges Preis-Leistungs-Verhältnis – des insgesamt mit vier Sternen bewerteten Schiffes.

Viermastbark KRUZENSHTERN kommt vor Hamburg entgegen.

ASTOR nimmt die Parade ab
Zur besten Zeit steuert MS ASTOR nach einer fröhlichen Feiernacht mit Show und Tanz die Elbe an. Schulau begrüßt das weiße Schiff mit der Bahamas-Hymne, die Kapitän Andrey Lesnichiy mit dreimal Lang beantwortet. Querab Blankenese dampft der Museumsfrachter CAP SAN DIEGO entgegen. Gewaltig dröhnendes Typhon-Konzert und viel Winken. In Kiellienie folgen dem ehemaligen Hamburg-Süd-Starschiff der kleinere Museumsfrachter BLEICHEN, Feuerschiff ELBE I, der Dampfeisbrecher STETTIN, diverse Segler, die russischen Viermastbarken SEDOV und KRUZENSHTERN und, und, und. Eine beeindruckende Kavalkade zum 830. Hafengeburtstag der Elbestadt. Die Schiffsbegeisterung kennt keine Grenzen, und alle, nicht nur die Shiplover, sind tief zufrieden, das maritime Spektakel aus prominenter Position verfolgen zu können. ASTOR nimmt quasi die Parade ab und legt sich wenig später sanft an den Kirchenpauerkai am Rand der Hafen-City. Eine kurze, aber eindrucksstarke Reise. Manche bleiben gleich an Bord zur nächsten Kurzreise, um auch noch Esbjerg, Sylt und Helgoland „mitzunehem“. „So leicht kommt diese günstige Chance nicht wieder“, sind sie überzeugt. Doch Transocean-Manager Klaus Ebner zwinkert ihnen vielsagend zu und lächelt geheimnisvoll, „denn wir haben mit unserer ASTOR noch einiges vor“.

Infos:
Tipp 1:
Wer nicht in überlaufenen Häfen anlanden möchte, dem sei die ASTOR mit ihrem besonderen Routing ans Herz gelegt. Meist von deutschen Häfen wie Bremerhaven geht´s los. Zum Bespiel unter dem Motto „Highlands, Tea Time & Military Tattoo“ in zwölf Tagen einmal komplett rund um England. Mit kleinen Häfen, die kein größeres Schiff anlaufen kann. Hier lassen sich die Planer immer wieder Neues einfallen. Wer auf der „Astor“ einsteigt, bekommt nicht nur Althergebrachtes – siehe klassische Kreuzfahrt -, sondern auch immer wieder Neues geboten. Die beliebte England-Schottland-Irland-Route zum Beispiel, nicht so häufig in Programmen anderer Anbieter zu finden, kann man also ruhig mehrfach befahren, weil sie variiert wird.

Tipp 2:
Das Platzangebot ist mit rund 36 Quadratmetern pro Gast relativ groß. Mit anderen Worten: Es gibt viel Auslauf, und das im echten Wortsinn. Zum Beispiel auf dem an Oberdeck rundum verlaufenden Jogging- oder Walking-Kurs. Wer sich sportlich betätigen möchte, hat dazu auf der ASTOR viele Möglichkeiten. Gleichwohl sollte man neben dem Sportzeug auch klassische Abendgarderobe für diverse Events in den Koffer packen. Wobei das nicht „überkandidelt“ sein muss. Das gehört irgendwie auch zum maritimen „Astor“-Ambiente, das nicht nur im „Captains Club“ geboten wird, der durch seine Gestaltung und Beleuchtung eine anheimelnde Atmosphäre bietet. Hier kann man stilvoll seinen Whisky schlürfen und dabei zum Beispiel einem klassischen Konzert zuhören, während draußen die See vorbeirauscht.

MS ASTOR – technische Daten:
Bauwerft: Howaldtswerke Deutsche Werft (HDW), Kiel; Kiellegung: 21.1.1986, Stapellauf: 29.5.1986, Indienststellung: Januar 1987; Bau-Nr.: 218; Schiffstyp: Kreuzfahrtschiff; Heimathafen: Nassau/Bahamas; Flagge: Bahamas; Ex-Name: FEDOR DOSTOJEWSKY (3.10.88 – 30.11.1995); Eigner: Premicon Hochseekreuzfahrt GmbH & Co. KG MS ASTOR; Reederei: Transocean Kreuzfahrten GmbH & Co. KG (von 1996 bis 2009 fuhr die ASTOR in Charter für die Transocean Tours; nach der Insolvenz des Charterers und einem Umbau samt Komplettrenovierung im Winter 2009/10 fährt die ASTOR seit 1. Juni 2010 für TransOcean Kreuzfahrten, einem zur Eigentümergruppe Premicon AG gehörenden Veranstalter, seit Dezember 2014 gehört ASTOR ganzjährig zur Flotte von Cruise Maritime Voyages (CMV), dem Stammhaus von TransOcean Kreuzfahrten); Länge: 176,25 m; Breite: 22,60 m; Tiefgang (max.): 6,10 m; Vermessung: 20.704 BRZ; Crew: 278; Rufzeichen: C6JR3; Klassifizierung: GL (Germanischer Lloyd); IMO-Registriernummer: IMO 8506373; Hauptmaschinen: 2 Dieselmotoren Wärtsilä-Sulzer 8ZAL40 je 4.400 kW, 2 Dieselmotoren Wärtsilä-Sulzer 6ZAL40 je 3.300 kW; Gesamtleistung: 15.400 kW (20.938 PS); Geschwindigkeit (max.): 20 kn (37 km/h); Propeller: 2 (verstellbar).

MS ASTOR – Kreuzfahrtrelevante Daten:
Passagierdecks: 7; Crew-Mitglieder: 278; Passagiere (Max.): 570; PCR-Index (Pass. Pro Crew): 2,1; PSR-Index (Platzangebot): 36,3 qm/Pass.; Restaurants: 4; Bars: 3; Kabinen: 289 (198 außen, 91 außen), davon 39 Suiten; Größen: 13 – 59 qm; Lounge: 1; Sport/Wellness: Fitnesscenter, Innen- und Außenpool, Wellness-Oase (Sauna, Dampfbad, Massage, Kosmetik, letztere beide kostenpflichtig), Volleyball, Tischtennis, Handball, Tischtennis, Joggingpfad, Yoga, Rücken- und Wassergymnastik; Friseur: 1; Info-/Entertainment: Showprogramm, Tanz, Klassik-Konzerte, Vorträge, Lesungen, Kursangebote, Bibliothek; Dresscode: sportlich-leger bis festlich; Preis/Nacht: 158 bis 934 Euro, Durchschnitt: 190 Euro; Preis-Leistungs-Verhältnis: gut; Bewertung insgesamt (nach Schulnoten): 2 (infolge der nur mit „befriedigend“ bewerteten Familienfreundlichkeit) oder vier Sterne;
Info: www.transocean.de

Fotos: Peer Schmidt-Walther

 

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